15:35 14 Dezember 2019
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    Laura Dahlmeier beim Ski-WM in Ostersund (Archivbild)

    Ohne Superstar Dahlmeier zum Erfolg? Auftakt des Biathlon-Weltcups in Östersund

    © Sputnik / Alexej Filippow
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    Der Biathlon-Zirkus eröffnet am Samstag die neue Saison in Östersund. Was ist den Damen und Herren vom DSV in diesem Winter zuzutrauen?

    Am Samstag startet der Biathlon-Weltcup im schwedischen Östersund. Für den DSV werden beim Weltcup-Auftakt Denise Herrmann, Franziska Hildebrandt, Vanessa Hinz, Karolin Horchler, Franziska Preuß und Anna Weidel sowie Benedikt Doll, Philipp Horn, Johannes Kühn, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Simon Schempp antreten.

    Den Anfang machen beim Single-Mixed-Staffelrennen Franziska Preuß und Erik Lesser. Danach laufen bei der Mixed-Staffel Karolin Horchler, Denise Herrmann, Benedikt Doll und Arnd Peiffer auf.

    "Wir haben wirklich sehr gut trainiert, haben unser Programm 1:1 umsetzen können. Die Testwettkämpfe, die sehr gut besetzt waren, haben wir aus dem Training heraus bestritten. Die Leistungen waren für mich überraschend gut", sagte Bundestrainer Mark Kirchner.

    Ricco Groß glaubt an Erfolg des DSV-Teams

    Auch der vierfache Olympiasieger und neunfache Weltmeister Ricco Groß, der seit 2018 die österreichischen Biathleten trainiert, traut den DSV-Athleten Top-Leistungen zu.

    "Im deutschen Team sind fast alle Weltmeister: Ob Benedikt Doll im Sprint, Erik Lesser in der Verfolgung, Simon Schempp im Massenstart oder Arnd Peiffer zuletzt in Östersund im Einzel. Diese Mannschaft ist absolute Extraklasse", sagte Groß dem Nachrichtenportal "t-online.de".

    Vor allem dem erfahrenen Arnd Peiffer traut er viel zu:

    "Vor Arnd kann eigentlich nur jeder den Hut ziehen. Diese Souveränität, mit der er den WM-Titel im Einzel gewonnen hat – sowas habe ich schon ganz lange nicht mehr gesehen."

    Dem Überflieger der vergangenen Saison, Johannes Thingnes Bö aus Norwegen, traut Groß zu, die Herren-Konkurrenz auch in der Saison 2019/2020 zu dominieren.

    Deutsche Damen – auch ohne Dahlmeier unter den Favoriten?

    Der Damen-Kader muss ab dieser Saison auf Überfliegerin Laura Dahlmeier verzichten, die  mit nur 25 Jahren ihre Biathlon-Karriere beendet hat. Beobachter bezweifeln, dass ohne die Top-Biathletin die erfolgsverwöhnte deutsche Damenmannschaft weiterhin so viele Medaillen wird einfahren können. Zum einen seien nach Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier keine vergleichbaren jungen Ausnahmetalente mehr nachgekommen. Zudem stünden Dahlmeiers Teamkolleginnen nach deren Abschied vom Spitzensport nun unter enormem Leistungsdruck. Hinzu komme, dass die Weltspitze in ihrer Leistungsdichte merklich zusammengerückt sei, wodurch die deutschen Biathletinnen es schwerer hätten, in die Medaillenränge zu kommen.

    Als neue Speerspitze des Damen-Teams gilt Weltmeisterin Denise Herrmann. Angesprochen auf ihre Rolle in der Mannschaft gibt sich die 30-Jährige jedoch bescheiden.  

    „Ich bin ja eine der Älteren und vielleicht auch mal ein Sprachrohr für gewisse Sorgen, Nöte und Anträge. Aber jetzt nach einer neuen Galionsfigur zu suchen, das ist Quatsch, viele haben es drauf.”

    In der vergangenen Saison hätten fünf deutsche Biathletinnen es aufs Treppchen geschafft, und sie denke, dass auch in dieser Saison wieder mehrere deutsche Skijägerinnen das Podest angreifen werden, so Herrmann. Läuferisch fühle sie sich gut in Form und hoffe, sich auch beim Schießen steigern zu können.

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    Tags:
    DSV, Ricco Groß, Laura Dahlmeier, Biathlon-Weltcup, Biathlon