10:23 26 Januar 2020
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    Das offizielle Einspruchsschreiben gegen die neuen Russland-Sanktionen der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) ist am Freitag abgeschickt worden. Das bestätigte der Chef der russischen Anti-Doping-Agentur (Rusada), Juri Ganus.

    Ganus selbst hat zwar mehrfach geäußert, dass er einen Einspruch gegen die Wada-Strafmaßnahmen gegen die russischen Sportler für aussichtslos hält, aber nachdem das Rusada-Aufsichtsgremium den Einspruch beschlossen habe und die Entscheidung vom Nationalen Olympischen Komitee diese Woche bestätigt worden sei, habe er nicht anders handeln können, als den Brief abzuschicken, sagte Ganus der DPA. 

    Hinsichtlich der Doping-Vorwürfe seitens der Wada vertritt Ganus eine Meinung, die nicht mit der Haltung der sportpolitischen Führung in Moskau korreliert. Im Gegensatz zu anderen Offiziellen hält der neue Rusada-Chef die Doping-Vorwürfe für erwiesen. Das russische Ermittlungskomitee, das weiterhin mit der Prüfung der fraglichen Datensätze aus dem Moskauer Labor beschäftigt ist, sieht den früheren Labor-Chef und „Whistleblower“ Grigori Rodtschenkow in der Verantwortung. Der Kronzeuge der Wada soll selbst die fraglichen Datensätze manipuliert haben.

    Vor dem Internationalen Sportgerichtshof (Cas) wird Russland von der Schweizer Wirtschaftskanzlei Schellenberg Wittmer vertreten werden. Das bestätigte NOK-Chef Stanislaw Posdnjakow.

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    Tags:
    RUSADA, CAS, Doping, WADA