19:58 30 März 2020
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    Der frühere Spieler des VfL Wolfsburg, Sergej Karimow, ist überraschend verstorben. Karimow hatte 2008 mit zwei spektakulären Treffern das Weiterkommen seines Clubs im Achtelfinale des DFB-Pokals gesichert. Er war Kadermitglied beim Gewinn des Meistertitels 2009. Karimow starb nur zwei Tage nach seinem 33. Geburtstag.

    Der VfL Wolfsburg überraschte am zweiten Weihnachtsfeiertag auf seinem Twitter-Konto mit einer Traueranzeige für den im kasachischen Saran geborenen Karimow. Über die Todesursache machte der Club keine Angaben, auch nicht in einer offiziellen Trauermitteilung auf der Internetseite des Clubs, übermittelte aber der Familie, Freunden und Angehörigen sein Mitleid. Karimows seinerzeitiger Teamkollege Grafite kommentierte unter der Todesanzeige: „Ich bete zu Gott, dass du die Familie Sergeis in dieser schwierigen Zeit trösten und wieder gutmachen kannst! Ruhe in Frieden, Kumpel.. Rest In Peace Sergej.“

    ​Sergej Karimow hatte am 30. Januar 2008 seinem damaligen Verein, den VfL Wolfsburg spektakulär das Weiterkommen gegen den FC Schalke 04 im Achtelfinale des DFB-Pokals gesichert. Nachdem Diego Benaglio bereits in der 27. Minute mit seinem Tor für Schalke das Spiel entschieden gehabt zu haben schien, riss Karimow in der sprichwörtlich letzten Minute mit seinem Tor für den VfL das Ruder noch einmal herum. Im Elfmeterschießen war es wiederum Karimow, der souverän seinen Club weiterbrachte.

    Karimow, am 21. Dezember 1986 in Saran, in der damaligen Sowjetrepublik Kasachstan geboren, wuchs im Wolfsburger Stadtteil Velstove auf. Mit 13 Jahren kam er zum VfL und war Kader in allen Jugendmannschaften des Vereins bis er – abgesehen von seiner bereits beschriebenen Sternstunde im Januar 2008 – in der Saison 2008/2009 seinen Karrierehöhepunkt als Mitglied jener Wolfsburger Mannschaft erreichte, die damals sensationell den Meistertitel der 1. Bundesliga erkämpfte. Allerdings kam Karimow nur in einem einzigen Spiel zum Einsatz. Bis 2011 wurde er nur weitere vier Mal auf den Rasen geschickt.

    Seine Karriere als Profifußballer stand offenbar unter keinem guten Stern. 2011 wechselte Karimow zum MSV Duisburg, schaffte es allerdings nicht in den 1. Mannschaftskader. Auch einem weiteren Wechsel zum Regionalligisten Lupo-Martini Wolfsburg war 2014 kein Erfolg beschieden, obwohl der seinerzeitige Trainer Francisco Coppi noch schwärmte: „Wenn man so einen Spieler bekommen kann, muss man zuschlagen.“ Auch Karimow selbst war voller Hoffnungen: „Ich bin sehr gut von der Mannschaft aufgenommen worden.“ Aber immer wieder plagten Karimow Verletzungssorgen.

    Wenn die Statistiken stimmen, dann stand Sergej Karimow für den Verein Lupo-Martini einmal auf dem Rasen, am 09. März 2014 in der Oberliga Niedersachsen im Spiel gegen den 1. FC Wunstorf, wo Karimow in der 6. Minute eines der drei Tore für Lupo-Martini schoss. Danach verzeichnet die Statistik, dass Karimow im April und Mai bei sechs Spielen seines Vereins wegen eines Infektes ausfiel. Enttäuscht beendete Sergej Karimow noch im gleichen Jahr seine Karriere. Für die Nationalmannschaft seines Geburtslandes Kasachstan lief Karimow nur einmal auf den Rasen.

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    Tags:
    DFB-Pokal, Wolfsburg, Fußball, Deutschland, Bundesliga