19:17 23 September 2020
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    Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat gegen den österreichischen Fußball-Nationalspieler Stefan Ilsanker Ermittlungen wegen des Verdachtes der Vergewaltigung aufgenommen. Ilsanker spielt für den deutschen Erst-Bundesligisten und derzeitigen Tabellenführer RB Leipzig.

    Dem 30-jährigen Stefan Ilsanker wird vorgeworfen, am 4. Januar in seiner Salzburger Wohnung eine 26-jährige Frau vergewaltigt zu haben, die daraufhin Anzeige erstattete. Zu dem Verbrechen soll es nach einer Party in einer Wohnung im Salzburger Stadtteil Liefering gekommen sein.

    Der Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft, Christoph Rother, bestätigte auf Nachfrage sowohl die Vorwürfe als auch die Ermittlungen. Die „Salzburger Nachrichten“ zitieren den Anwalt von Ilsanker, Kurt Jelinek, mit den Worten:

    „Mein Mandant weist den schweren Vorwurf entschieden zurück. Zu dem, was sich in der Wohnung zugetragen hat, gibt es erhebliche Widersprüche. Ich bin überzeugt davon, dass mein Mandant unschuldig ist.“

    Diese Aussage wiederholte Jelinek auch gegenüber der Boulevardzeitung „Krone“. Zur weiteren juristischen Betreuung Ilsankers nannte Jelinek zwei Namen, zum einen Rechtsanwalt Peter Vogl, früher Geschäftsführer bei „Red Bull Salzburg“, bei dem Ilsanker vor seinem Leipziger Engagement spielte, und der Berliner Medienrechtsprofessor Christian Schertz.

    Kunst- und Handballfreund mit Ambitionen nach China

    Ilsankers deutscher Club, RB Leipzig, verweigert unter Hinweis auf die Unschuldsvermutung jegliche Kommentare zu den Vorwürfen gegen ihren Spieler. Die Mannschaftskameraden von Ilsanker sollen aber über die Vorgänge informiert worden sein. Der Österreichische Fußballverband ließ unterdessen verbreiten: „Der Spieler hat den ÖFB aktiv über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe informiert und diese zurückgewiesen. Wir vertrauen darauf, dass sich die Vorwürfe bald als haltlos herausstellen."

    Stefan Ilsanker, der seit 2015 für RB Leipzig auf den Rasen läuft, war am Montag und den Folgetagen dem Trainingsauftakt ferngeblieben, wie der Club mitteilte „wegen eines grippalen Infektes“. Ilsanker war bislang eher mit für einen Fußballprofi untypischen Freizeitaktivitäten aufgefallen. So verwirrte er den einen oder anderen mit seinem ausgeprägten Interesse für Kunst. Auch seine Freundschaften im Kader des Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig, die er unter anderem mit regelmäßigen Besuchen der Partien des Vereins pflegt, fielen auf. Zuletzt hatte Ilsanker sich öffentlich zu Gerüchten geäußert, er wäre von chinesischen Vereinen umgarnt worden. Ilsanker bestätigte dabei, dass es „konkrete Anfragen“ gebe.

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    Tags:
    Fußballer, Vergewaltigung, Leipzig, Red Bull, Bundesliga