16:33 08 August 2020
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    Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat Sun Yang, den chinesischen Schwimmer und Olympiasieger von 2008, 2012 und 2016, wegen der Verletzung von Anti-Doping-Regeln für acht Jahre gesperrt. Das berichtete die Organisation am Freitag auf ihrer offiziellen Webseite.

    Hintergrund der Verhandlung war eine Dopingprobe Sun Yangs in der Nacht vom 4. auf den 5. September 2018, die ein Bodyguard Suns mit einem Hammer zerstört haben soll.

    Das Doping-Panel des Internationalen Schwimmverbands Fina hatte Sun Yang am 3. Januar 2019 allerdings vom Betrugsverdacht freigesprochen. Der Sportler hatte argumentiert, dass das Testpersonal keine gültige Autorisierung und keine ordnungsgemäße Vollmacht besessen habe und daher keine ordnungsgemäße Dopingkontrolle hätte stattfinden können.

    Maximale Sperre für chinesischen Schwimmer

    Gegen die Fina-Entscheidung legte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada Einspruch beim Cas ein. Bereits 2014 war Sun Yang wegen Dopings für drei Monate gesperrt gewesen. Deswegen wurde er für die maximale von der Wada geforderte Frist gesperrt.

    Das Gericht betonte in seinem Statement, Einwände gegen die Akkreditierung des Kontrollteams zu haben sei eine Sache.

    „Es ist jedoch eine ganz andere Sache, nach langem Austausch und Warnungen über die Konsequenzen in solch einer Weise zu handeln, dass die Behälter mit den Proben vernichtet werden“, so Cas.

    Sun will Einspruch einlegen

    Die Disqualifizierungsfrist startet am Freitag. Der Sportler wird somit unter anderem nicht an den diesjährigen Olympischen Sommerspielen in Tokio teilnehmen können. Sun Yang bezeichnete die Cas-Entscheidung als „ungerecht“ und erklärte die Absicht, Einspruch gegen das Urteil einzulegen.

    Vertreter des deutschen Sports begrüßen Maßnahmen gegen Sun

    Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), und der Teamchef der deutschen Schwimmer, Bernd Berkhahn, begrüßt die achtjährige Dopingsperre für den chinesischen Schwimm-Star Sun Yang.

    Gerade „im Vorfeld der Olympischen Spiele“ sei die Cas-Entscheidung vom Freitag ein „wichtiges Signal für die Athletinnen und Athleten in die richtige Richtung“, sagte der deutsche Sportfunktionär der DPA.

    Laut Berkhahn gewann „der Schwimmsport durch dieses Urteil an Glaubwürdigkeit zurück“. Im Sinne des „Fair Play im Sport“ könne es niemandem erlaubt sein, „Anti-Doping-Proben zu vernichten“.

    mo/mt/dpa/sna/rtr

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    Tags:
    Doping, WADA, CAS, China