10:32 09 April 2020
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    Erstmalig in der Geschichte des Biathlon-Weltcups waren beim Auftaktrennen im tschechischen Nove Mesto wegen des Coronavirus keine Zuschauer im Stadion zugelassen. Nicht nur für die Biathleten ein komisches Gefühl. Unklar bleibt, wie die Olympischen Sommerspiele in Tokio betroffen sein könnten.

    Der Biathlon-Weltcup vor leeren Tribünen? Was bei dem beliebten Wintersport unvorstellbar schien, ist dank Covid-19 jetzt Realität geworden. Keine jubelnden, Fahnen schwenkenden Fans im Stadion und an der Strecke, stattdessen gähnende Leere und Stille begleiteten die deutsche Biathletin Denise Herrmann bei ihrem Sprintsieg zum Auftakt des Weltcups im tschechischen Nove Mesto. Erstmalig in der Geschichte des Biathlon-Weltcups finden die Rennen auf Veranlassung von Tschechiens nationalem Sicherheitsrat unter Ausschluss der Zuschauer statt. Auch Pressekonferenzen und Siegerehrungen sind von der Internationalen Biathlon Union abgesagt worden.

    Herrmanns Teamkollegin Vanessa Hinz kommentierte, es fühle sich komisch an, im gewohnt zuschauerstarken Nove Mesto so ganz ohne Zuschauer zu laufen. Die Biathletin fühlte sich an die Zeiten im Schülercup erinnert, als nur die Eltern bei den Rennen zum Anfeuern dabei gewesen sind. 

    Es sei „wie Sex ohne Orgasmus“, brachte es Lokalmatador Michal Krcmar auf den Punkt. Der französische Star-Biathlet Martin Fourcade wies hingegen darauf hin, dass es eine „erneute Widersprüchlichkeit“ sei, wenn die Zuschauer aus Sicherheitsgründen von den Wettkämpfen fernbleiben müssten, während die „gesamte Biathlon-Karawane aber weiterzieht, obwohl sie vor wenigen Tagen noch in Italien war“.

    Olympia in Tokio gefährdet?

    Auch die Durchführung der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio ist zumindest mit einem Fragezeichen versehen. Zwar hatte IOC-Präsident Thomas Bach ihre Absage oder Verschiebung zuletzt noch kategorisch abgelehnt, doch könnten auch sie als reines TV-Event unter Ausschluss der Zuschauer aus dem Stadion durchgeführt werden.

    DOSB-Chef Alfons Hörmann hat eine Absage der Spiele als „einschneidende Maßnahme“ bezeichnet und auf die wirtschaftlichen Konsequenzen hingewiesen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Er sei nach wie vor „zuversichtlich, dass es klappen wird“, befürworte aber Tests bei den Athleten.

    „Auf jeden Fall sind Tests bei diesen Athletinnen und Athleten mit möglichen Symptomen absolut notwendig. Das ist im ureigenen Interesse der Athleten selbst, auch, weil jeder seinen Teil dazu beitragen sollte, die Epidemie einzudämmen“, sagte Hörmann. Der DOSB sei dabei in ständigem Austausch mit Olympiaarzt Prof. Dr. Wohlfahrt und dem Robert-Koch-Institut.

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    Olympia, Coronavirus, Biathlon-Weltcup