11:30 05 August 2020
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    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich erneut gegen den baldigen Neustart der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht sich dagegen dafür aus, dass die wegen der Corona-Krise ausgesetzte Saison in leeren Stadien wieder startet.

    „Die Bundesliga würde mehrere zehntausend Tests verbrauchen, die in Pflegeeinrichtungen und Schulen fehlen“, schrieb Lauterbach auf Twitter.

    „Dazu würden Fantreffen Infektionsketten anstoßen. Auch ist unklar, weshalb dann andere Sportarten warten müssen. Niemand braucht ‚Brot und Spiele‘.“ Schon vor dem Treffen der Sportminister am Montag hatte der SPD-Mann geschrieben: „Der Druck für eine Lex Bundesliga schadet jetzt.“

    Am 9. Mai könnte die Bundesliga nach fast zwei Monaten Corona-Auszeit ihre Saison fortsetzen. Dieses Datum hatten die Ministerpräsidenten Markus Söder (Bayern) und Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) am Montag in der Live-Sendung der „Bild“ ins Gespräch gebracht. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verschließt sich offenbar dem Wiederbeginn nicht und spricht von einem „Stück Normalität, wenn auch im leeren Stadion“.

    Im Gespräch ist, dass die Bundesliga-Spieler regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Die DFL erwägt offenbar, Spieler, Trainer und Mitglieder der Funktions-Teams alle drei Tage mit einem Schnelltest auf Corona zu testen, um die Sicherheit bei den möglichen Geisterspielen zu garantieren. Bis zum Saisonende würden so wohl etwa 20.000 Tests fällig.

    Kretschmer: „Geisterspiele sind besser als nichts“

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich in der Debatte um mögliche Partien ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga grundsätzlich positiv geäußert.

    „Geisterspiele sind besser als nichts. Viele Deutsche freuen sich auf die Fußballübertragung. Ich auch“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

    „Leider gibt es nicht viele Sportarten, für die sich diese Möglichkeit eröffnet. Wenigstens der Fußball bleibt uns.“ Aus Sachsen spielt RB Leipzig in der Bundesliga, Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga.

    Zuvor hatten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und sein bayerischer Kollege Markus Söder (CSU) das Datum 9. Mai ins Spiel gebracht, ab dem die Bundesliga wieder ohne Zuschauer starten könnte. Voraussetzung dafür seien entsprechende Konzepte und Schutzvorkehrungen.

    Derzeit pausiert der Spielbetrieb in den Bundesligen bis zum 30. April. Am Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung mit Geisterspielen beraten. Nach einem Beschluss von Bund und Ländern, Großveranstaltungen bis mindestens Ende August grundsätzlich zu untersagen, muss die Liga auf Partien ohne Zuschauer setzen, um die Spielzeit wie angestrebt bis Ende Juni zu beenden.

    leo/dpa/ae

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    Sachsen, Michael Kretschmer, Karl Lauterbach, SPD, Coronavirus, Neustart, Fußball, Geisterspiele, Bundesliga, Deutschland