02:00 05 August 2020
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    Thomas Bach will für eine zweite Amtszeit als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees kandidieren. Dies teilte der 66 Jahre alte Deutsche am Freitag bei der IOC-Generalversammlung mit.

    Bach sei demnach bereit, sich 2021 zur Wahl zu stellen und dann für weitere vier Jahre das IOC zu führen. Viele IOC-Mitglieder hätten ihn in den vergangenen Wochen und Monaten dazu ermuntert.

    „Ich bin dankbar und tief berührt über all die vielen Worte der Ermutigung und des Vertrauens”, sagte der 66-jährige Tauberbischofsheimer am Freitag. „Ich bin bereit für eine zweite Amtszeit als IOC-Präsident zu kandidieren und weiter der olympischen Bewegung zu dienen, die wir alle so lieben.”

    Im nächsten Jahr läuft die erste Amtszeit des früheren Weltklassefechters nach acht Jahren aus. Sie kann noch einmal um vier Jahre verlängert werden. 

    Bach war 2013 dem Belgier Jacques Rogge im IOC-Spitzenamt gefolgt. 1981 kam er in die Athletenkommission und wurde zehn Jahre später ordentliches Mitglied des IOC. 1996 wurde Bach in das IOC-Exekutivkomitee gewählt.

    Gegenwärtige Herausforderung

    Die gegenwärtige Herausforderung ist die Coronavirus-Pandemie, die zur Verlegung der Sommerspiele 2020 in Tokio um ein Jahr führte. Auch mit einer Vielzahl von Szenarien will er mit den japanischen Gastgebern versuchen, die Spiele 2021 zu retten. „Wir sind Sportsleute und versuchen, unsere Bestes zu geben. Wir haben das in den vergangenen Monaten gezeigt”, sagte Bach betont optimistisch.

    Bach warnt vor Olympia-Boykotten

    Darüber hinaus hat Bach hat vor der Gefahr neuerlicher Boykotte Olympischer Spiele gewarnt.

    „Wir sehen einen wachsenden Missbrauch des Sports für politische Zwecke. Diese Gefahr ist jetzt noch größer”, sagte der 66-Jährige bei der Generalversammlung des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag. Das IOC beobachte, dass einige Nationen im Zuge der Corona-Krise „sogar noch mehr von Egoismus und eigenen Interessen getrieben” seien.

    Bach verwies auf den Boykott der Spiele 1980 in Moskau durch 42 Länder als Reaktion auf den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan.

    „Sportliche Boykotte haben überhaupt keinen politischen Effekt”, so Bach.

    Ein Boykott würde lediglich die Athletinnen und Athleten der boykottierenden Nation bestrafen, versicherte der IOC-Präsident. Die Olympischen Spiele seien „heute das einzige Event, das die ganze Welt in Frieden, Solidarität und ohne Diskriminierung zusammenbringt”, sagte Bach.

    ai/dpa

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    Tags:
    Sport, IOC, Thomas Bach