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01:57 22 September 2019
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    Schützenpanzer T-14 Armata

    Armee testet Panzer Armata: „Wachstumsprobleme offenbar überwunden“

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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Das Testprogramm für den neuen russischen Panzer T-14 Armata ist einem Zeitungsbericht zufolge in die Schlussphase eingetreten. Der Hersteller zeigt sich bereit zur Serienlieferung. Ein Militärexperte schlussfolgert, dass die bisher aufgedeckten Mängel beseitigt werden konnten.

    Wie die Tageszeitung „Iswestija“ am Freitag berichtet, werden rund 20 Panzer des Typs Armata derzeit unmittelbar in der Truppe getestet. Das ist die letzte Phase vor der Indienststellung und dem Beginn der Serienlieferung.

    Alexej Zharitsch, stellvertretender Geschäftsführer des Herstellers Uralwagonsawod, sagte dem Blatt: „Die Tests verlaufen nach Plan, es gibt keine Probleme damit. Die Serienlieferung kann jeden Moment beginnen, sobald der Auftraggeber diesen Wunsch äußert.“ 

    Der russische Militärexperte Alexej Ramm kommentierte: „Das zweite Jahr in Folge bleibt der T-14 der wichtigste Hit der Siegesparade am 9. Mai. Experten diskutierten über die Möglichkeiten des Panzers und vergleichen dessen angekündigte Parameter mit den westlichen Kampffahrzeugen. Im Internet ist kürzlich ein Video aufgetaucht, das während des staatlichen Testprogramms gefilmt wurde. Es geht um Bilder aus jener gepanzerten Kapsel des T-14, in der die Crew sitzt. Zu sehen sind mehrere LCD-Displays, mit denen die Soldaten nicht nur die Situation draußen beobachten, sondern auch Daten vom Kampfleitsystem bekommen. Sie visieren ein Ziel an und feuern ein Projektil ab.“

    Laut Ramm werden die neuen Panzer in verschiedenen russischen Regionen getestet, um ihre Funktionsfähigkeit bei verschiedenen Klimaverhältnissen nachzuweisen: „Die Besatzungen bestehen dabei teils aus Soldaten, teils aus Fachleuten der Rüstungsindustrie. Dies beschleunigt das Testprogramm – und die Militärs lernen unterdessen, mit der neuen Technik umzugehen.“

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    „Inzwischen wurden viele Informationen über den Armata veröffentlicht. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Tests wirklich erfolgreich verlaufen. Alle erinnern sich an die Panne während der Probe für die Siegesparade 2015, als ein T-14 auf dem Roten Platz liegenblieb (…) Das Verteidigungsministerium gab später zu, dass die Getriebe-Steuerung ausgefallen war. Das Problem wurde allerdings schnell geklärt, als ein Testfahrer des Herstellers den Soldaten im Grundwehrdienst am Steuer ablöste. Außerdem gab es kritische Bemerkungen in Bezug auf die Software. Nun wurden die Wachstumsprobleme offenbar überwunden“, so Ramm.

    Wie ein Militärsprecher dem Blatt sagte, sollen gerade Soldaten bei der diesjährigen Siegesparade die Panzer steuern. Allem Anschein nach konnten die Militärs seit einem Jahr während des Testprogramms genug Erfahrungen sammeln.

    Uralwagonsawod hat derzeit laut Zharitsch langfristige Aufträge des Verteidigungsministeriums, die nicht nur den Armata betreffen. Der Hersteller soll demnächst auch Schützenpanzer, Mannschaftstransporter, Luftlandepanzer, Selbstfahrlafetten und weitere gepanzerte Kampffahrzeuge an die Armee liefern.

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