18:21 22 November 2019
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    „New York Times“: Russische U-Boote fordern USA und Nato heraus

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    Russische U-Boote gehen immer aktiver vor, sagen westliche Militärs. Ihnen zufolge will Moskau die Führungsrolle der USA und der Nato unter Wasser herausfordern, schreibt „The New York Times“.

    Russland hat neue Diesel- und Atom-U-Boote erhalten. Sie sind besser ausgerüstet und weniger auffällig. Auch der Professionalismus der Besatzung sei gestiegen, heißt es.

    Laut Admiral Mark Ferguson absolvieren russische U-Boote doppelt so oft Patrouillen. US-Militärexperten zufolge sind diese Patrouillen ein wahres Problem für die USA und die Nato. „Wir sind zum Wettbewerb der Großmächte zurückgekehrt“, sagte der Oberkommandeur der US-Kriegsflotte, John Richardson.

    In der russischen Flotte waren U-Boote immer eine „Perle der Marine-Stärke“, sagt der Analytiker von Atlantic Council, Magnus Nordenman. Ihm zufolge widmete der Westen in der letzten Zeit den Anti-U-Boot wenig Aufmerksamkeit —Operationen und verlor einige Fertigkeiten in diesem Bereich. Russland habe es geschafft, seine Stärke schnell wiederaufzubauen.

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    Laut „New York Times“ sind Russland und die USA bislang weit von einer Parität im Bereich U-Boot-Flotte entfernt. Die USA haben mehr U-Boote, sie können weit weg von der US-Küste eingesetzt werden und sind nach ihren Eigenschaften den russischen überlegen.

    Allerdings meinen die USA, dass Russland im Falle eines Konfliktes U-Kabel angreifen könnte, die die Internetverbindung fast in der ganzen Welt sichern. Zudem behaupten US-Militärs, dass Moskau an der Entwicklung einer Drohne mit Atom-Waffe an Bord arbeitet.

    Laut Vertretern der US-Kriegsflotte werden in der nächsten Zeit mehr Schiffe, Flugzeuge und U-Boote für die Überwachung der russischen  U-Boote erforderlich sein. Pentagon schlug vor, 8,1 Milliarden US-Dollar zum Erwerb von neun U-Booten der Virginia-Klasse bereitzustellen, die mit Tomahawk-Raketen ausgerüstet werden.

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    Zudem wollen US-Militärs 20 Millionen US-Dollar für die Modernisierung des Stützpunktes Keflavik in Island ausgeben, was die Stationierung des Anti-U-Boot-Flugzeugs P-8A Poseidon ermöglichen würde. Dieser Stützpunkt befindet sich an der imaginären Linie, die die russischen U-Boote bei der Ausfahrt in den Atlantik überqueren.

    Zudem entwickelt das Pentagon Technologien zum Abfangen von verschlüsselten Verhandlungen der russischen U-Boote und hat Tests eines unbemannten Schiffs gestartet, das nach U-Booten jagen soll. Andere Nato-Länder kaufen neue U-Boote und erörtern die Stärkung ihrer U-Flotte, heißt es in dem Artikel.

    „Wir sind bisher nicht zum Kalten Krieg zurückgekehrt, doch sein Beginn ist bereits zu erkennen“, sagte der ehemalige Chef der Nato-Streitkräfte in Europa, James Stavridis.

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    Jagdflugzeug P-8 Poseidon, U-Boot, Mark Ferguson, James Stavridis, USA, Russland