22:11 20 September 2017
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    Atomkraftwerk Tschernobyl

    „Atomsicherheit ist unpolitisch“: Tschernobyl-Chef für Kooperation mit Russland

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    Die Ukraine und Russland müssen die gemeinsamen Projekte und die Arbeit im Atomkraftwerk Tschernobyl wieder aufnehmen, denn ie Atomsicherheit liegt außerhalb der politischen Beziehungen, wie der Generaldirektor des ukrainischen Staatsunternehmens „AKW Tschernobyl“, Igor Gramotkin, der Zeitung „Serkalo nedeli“ sagte.

    „Russland und die Ukraine durchleben eine schwierige Zeit, aber wir müssen schon heute daran denken, welche Beziehungen wir in der Zukunft aufbauen sollen“, so Gramotkin. Ihm zufolge könnte die Wiederherstellung dieser Beziehungen mit der Überwindung des gemeinsamen großen Problem – der Folgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl – beginnen.

    Laut Gramotkin hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bei einem Besuch 2015 im Atomkraftwerk Tschernobyl sein Bedauern darüber geäußert, dass in der Atomanlage keine russischen Fachleute mehr tätig sind.

    Dem Generaldirektor zufolge arbeitet das AKW Tschernobyl weiterhin mit dem regionalen Zentrum der russischen Atomholding Rosatom in Osteuropa zusammen, um neueste Informationen zu Möglichkeiten, Technologien und Neuentwicklungen im Bereich der Außerbetriebnahme von Atomanlagen und beim Umgang mit radioaktiven Abfällen und abgearbeitetem Nuklearbrennstoff zu erhalten.

    Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hatte sich am 26. April 1986 ereignet, als es im vierten Energieblock der Atomanlage zu einer Explosion gekommen war.

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    Tags:
    Atomkraftwerk, Rosatom, Tschernobyl, Russland, Ukraine
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