06:52 25 März 2017
Radio
    L-159

    Tschechische Kampfjets schließen sich Kampf gegen IS an

    © Flickr/ Gerard van der Schaaf
    Technik
    Zum Kurzlink
    Kampf gegen den IS (812)
    749348422

    Die tschechischen Jets L-159 "Alca" werden unter irakischer Flagge gegen die Dschihadisten-Miliz „Islamischer Staat“ kämpfen, berichtet das Fernsehnetzwerk „Česká televize“.

    Der Verkauf der tschechischen Kampfflugzeuge war bereits seit 2014 diskutiert worden. Insgesamt sollen nun 15 der Aero L-159-Jets nach Irak entsendet werden. Zusammen mit leichten Erdkampfflugzeugen sollen auch tschechische Ausbilder entsandt werden, die in den nächsten zwei Jahren bei der Umschulung der irakischen Piloten vor Ort helfen sollen.

    ​„Das aus insgesamt 35 Menschen bestehende Beraterteam wird auf dem 80 Kilometer von Bagdad entfernten Luftstützpunkt Balad ohne Flugzeugtechnik arbeiten. Sie werden an keinen Kampfhandlungen teilnehmen“, teilte der tschechische Verteidigungsminister Martin Stropnický mit.

    Das Team werde aus zwei Ausbildungspiloten, sechs Technikern, acht Wachleuten, einem Arzt, einem Kommandeur, einem Stabschef sowie fünf Stabsmitarbeitern und sechs Spezialisten in den Bereichen Logistik, Kommunikation und Gesundheit bestehen.

    Im März wurde berichtet, dass Prag den Verkauf von 15 leichten Kampfflugzeugen an den Irak abgesegnet habe. Wie damals Verteidigungsminister Martin Stropnický sagte, würden die Jets vom Typ L-159 zunächst für etwa 27,6 Millionen Euro an den Produzenten Aero Vodochody verkauft, der seinerseits dann einen Vertrag mit dem Irak aushandeln sollte. Dieses Vorgehen sei deswegen erforderlich gewesen, weil Tschechiens Militär keinen direkten Waffenhandel betreiben darf.

     

    Themen:
    Kampf gegen den IS (812)
    Tags:
    Erdkampfflugzeug L-159, Islamischer Staat, Tschechien, Irak
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Alle Kommentare

    • avatar
      wwwbuerger
      Wenn die Tschechen nachher heulen, wenn ihre "Helden" flach nach Hause kommen, dann kann man nur sagen, dass sie selber schuld dran sind, wenn sie amerikanische Verbrechen unterstützen.. Es gäbe gar keine IS, wenn die Ölgierigen Amis nicht in den Irak einmaschiert hätten und Konflikte überall provozieren...
    • mkskAntwort anwwwbuerger(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      wwwbuerger, IS bekämpfen ist kein Verbrechen, schon gar kein amerikanisches. Was man den Amerikanern unterstellen könnte, wäre die Tatsache, dass sie kaum IS bekämpfen. Sie schicken lieber Waffen die dann über Umwege in die Hände des IS fallen. Das wissen sie, das wissen wir, alle wissen es. Nur du anscheinend nicht. Recht hast du aber indem du sagst das der IS durch die Irakinvasion entstanden ist.
    • НикитаAntwort anmksk(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      mksk, das der IS durch die Irakinvasion entstanden ist, stimmt auch nur bedingt. Das Aufkommen von terroristischen Mudschahed-Gruppen (derjenige, der Heiligen Kampf betreibt) geht letztendlich auf Russlands Afghanistan-Krieg zurück. Der IS selbst ist in Trainingslagern in Nordsyrien mit Unterstützung Assads (lupenreiner Demokrat) großgeworden.
    • foxy
      Mit diesen alten Kisten? - Können die überhaupt bis nach Irak fliegen?
    • mkskAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита, auch die wurden doch schon vom Westen instrumentalisiert. Sage nur Bin Laden. Genau wie heute. Wenn man alle ausl.Söldner in Syrien verschwinden lassen würde wäre der IS nur noch eine Schaumschlägertruppe. Andere Terrorgruppen wären wahrscheinlich ganz weg.
    neue Kommentare anzeigen (0)