09:43 14 Dezember 2019
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    Russland reanimiert sowjetischen „U-Boot-Killer“

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    Nach rund 30 Jahren Pause will Russland laut Vizeverteidigungsminister Juri Borissow wieder den amphibientauglichen U-Boot-Abwehr-Hubschrauber Mi-14 bauen. Der sowjetische U-Boot-Jäger, auf den Russland seinerseits vermutlich auf Drängen der USA verzichtet hatte, soll modernisiert und mit neuen Waffen ausgestattet werden.

    „Daran wird schon gearbeitet“, bestätigte Borissow am Donnerstag am Rande der Moskauer Hubschraubermesse HeliRussia-2016.

    Die bereits in den 60er Jahren gebaute Mi-14 konnte neben diversen Wasserbomben und Torpedos eine  nukleare Freifall-Wasserbombe mitführen, die in der Lage war, alle U-Boote in einem Umkreis von einem Kilometer zu vernichten. Die Mi-14 wurde in den 1980ern aus der Produktion genommen. Im Jahr 1996 setzte die russische Kriegsmarine alle Hubschrauber dieses Typs außer Dienst.

    Im vergangenen Jahr zitierten russische Medien den Mi-Hubschrauber-Konstrukteur Alexander Talow mit den Worten, die russische Kriegsmarine habe auf Druck der USA auf die Mi-14 verzichtet. Schuld daran soll ein Vorfall aus den späteren 80ern gewesen sein, als eine Mi-14 im sowjetischen Hoheitsgewässer ein „fremdes“ (amerikanisches – Red.) U-Boot vorübergehend „festgesetzt“ habe. „Man hatte damals nicht den Mut, den Befehl zum Versenken zu erteilen“, so der Konstrukteur.

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