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    Luftabwehrraketenkomplex S-400-Triumf

    Neue russische Luftabwehrsysteme sollen für Spione unsichtbar werden

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    Das russische Verteidigungsministerium hat einem Zeitungsbericht zufolge neuartige Container bestellt, um moderne Luftabwehrsysteme, mobile Kommandozentralen, Radare und weitere Anlagen mit elektronischen Komponenten vor gegnerischen Spionagesatelliten und Luftaufklärern zu schützen.

    Die Tageszeitung „Iswestija“ zitiert am Dienstag einen Sprecher des Verteidigungsministeriums mit den Worten: „Im laufenden Jahr sollen Container geliefert werden, die insbesondere für die modernsten Flug- und Raketenabwehrsysteme geeignet sind – darunter auch für das S-500-System.“

    Die Maßnahme ziele darauf ab, eine elektronische Aufspürung dieser Waffen durch Spione zu verhindern. Das Problem sei derzeit sehr aktuell: „Seit Anfang der 1990er Jahre entwickelt das Pentagon aktiv Aufklärungssysteme, die nach der sogenannten elektromagnetischen Nebenausstrahlung suchen. Es gibt mittlerweile sowohl boden- als auch luftgestützte Systeme für diese Zwecke, doch als besonders effizient gelten Aufklärungssatelliten.“

    Die Radaranlage Don-2N in der Ortschaft Sofrino
    © Sputnik / Kirill Kallinikov
    Die Radaranlage Don-2N in der Ortschaft Sofrino

    Seit 1995 hatten die USA fünf geostationäre Satelliten des Typs Mentor ins All gebracht. Sie sind in der Lage, nicht nur Radaranlagen weltweit zu orten, sondern auch die Nebenstrahlung gezielt zu suchen. Der amerikanische Luftaufklärer U-2 wird seit Jahren mit Systemen des Typs Senior Glass ausgestattet, die ebenfalls die Nebenstrahlung analysieren.

    Der russische Militärexperte Dmitri Kornew sagte dem Blatt, die Nebenstrahlung entstehe bei jedem eingeschalteten elektronischen Gerät – von üblichen Lampen bis hin zu starken Radaranlagen. Selbst wenn das eigentliche Radar im Moment keine Signale sendet, verbrauche seine elektronische „Füllung“ Strom und erzeuge eine elektromagnetische Strahlung, die vom Gegner aufgespürt werden könne. Nach dem Typ dieser Nebenstrahlung könne das aufgespürte Objekt identifiziert werden.

    • Woronesch-Radaranlage
      Woronesch-Radaranlage
      © Sputnik / Igor Zarembo
    • Woronesch-Radaranlage
      Woronesch-Radaranlage
      © Sputnik / Igor Zarembo
    • Woronesch-Radaranlage
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    Woronesch-Radaranlage

    Der Sprecher des Verteidigungsministeriums erläuterte, wie der Schutz nun funktionieren soll: „Es geht um Container von verschiedener Länge und Masse. Man kann sie sowohl auf dem Fahrgestell eines Fahrzeugs montieren als auch mit Lkws oder  Zügen befördern. Derzeit werden solche Container zum Teil serienmäßig hergestellt, zum Teil noch getestet. In manchen Containern sollen sich nur Ausrüstungen befinden, in den anderen können auch Soldaten arbeiten.“

    Mehr zum Thema: Waffen-Premieren in Russland 2016: zu Land, zur See und im Weltraum

    Vor allem Kommunikationssysteme, Radare, Anlagen zur elektronischen Kampfführung und Kommandozentralen seien in den neuen Containern unterzubringen. Diese seien äußerlich von einem Kofferaufbau oder von einem üblichen mobilen Behälter kaum zu unterscheiden, hätten aber eine spezielle Beschichtung sowie Ausrüstungen, um eine Weiterverbreitung der elektromagnetischen Strahlung zu verhindern, hieß es. 

    „Zwar ist die Technologie der Abschirmung längst bekannt, doch es ist etwa bei einem S-400-System unmöglich, die Ausstrahlung von Elektrogeräten halt innerhalb der Radarstation zu verstecken. Denn diese Ausstrahlung stört dann die Arbeit der elektronischen Systeme und kann bei gewissen Bedingungen auch für die Menschen tödlich sein. Deshalb muss eine spezielle Beschichtung mit Filtern kombiniert werden, um den angestrebten Effekt zu erzielen“, so der Sprecher.

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    Radaranlage, Raketenabwehr, Luftabwehr-Raketensystem S-500, Dmitri Kornew, Russland, USA