07:16 11 Dezember 2019
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    Hilferufe in jeder Situation per Knopfdruck – mit Nimb

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    Wer schon einmal in einer Notlage verzweifelt Hilfe gesucht hat, wird „Nimb“ zu schätzen wissen. Der Fingerring mit einem Alarmknopf kann übers Internet Vertrauenspersonen jederzeit zu Hilfe rufen. Am Dienstag ist das Crowdfunding für die neue Technologie auf der „Kickstarter“-Plattform gestartet worden.

    In weniger als 24 Stunden hatte das Projekt die nötigen 50.000 US-Dollar zusammen. Inzwischen sind es 52.000 Dollar. Bis 30. Juli können sich Investoren am Crowdfunding beteiligen.

    Äußerlich ist der in schwarz oder weiß erhältliche Nimb von einem massiven Plastikring kaum zu unterscheiden. Der Alarmknopf ist so in den Ring eingearbeitet, dass ein unbeabsichtigtes Auslösen praktisch unmöglich ist. Um einen Notruf abzugeben, muss der Knopf drei Sekunden lang tiefeingedrückt werden. Der Ring bestätigt mit einem stillen Vibrationsalarm das abgesetzte Alarmzeichen. Polizei, Rettungsdienst und vorher festgelegte Vertrauenspersonen empfangen den Hilferuf und die Standort-Daten des Nutzers unverzüglich. Nicht nur bei einem Überfall kann sich der Fingerring als Lebensretter erweisen. Auch bei Naturkatastrophen und Gesundheitsproblemen kann Nimb für schnelle Hilfe sorgen.

    Eine Liste derer aufzustellen, die im Falle des Falles benachrichtigt werden sollen, ist mit der Nimb-App möglich. Eine weitere Option: Nimb-Nutzer, die gerade in der Nähe sind, können sich über die App vernetzen und gegenseitig zu Hilfe kommen. Außerdem kann die Anwendung eine Videoübertragung vom Smartphone des Nutzers starten. So können sich die Helfer in Echtzeit ein Bild von der Lage verschaffen. Über die integrierte Chatfunktion können sie ihr Vorgehen koordinieren. Um den Alarm zu beenden, muss ein Passwort in die App eingegeben werden.

    Ein Nimb ist vor Staub und Wasserspritzern sicher. Zukünftig wollen die Entwickler den Ring nach dem IP67-Standard wasserdicht machen. Bis zu zwei Wochen lang kann Nimb ohne Aufladen im Stand-by-Modus bleiben.

    Als Nachteil dieser neuen Technologie kann sich die Notwendigkeit einer ständigen Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone erweisen. Die Nimb-Entwickler versprechen jedoch schon für nächstes Jahr eine Nimb-Version, die unabhängig vom Smartphone einen Notruf absetzen kann.

    Einer der Gründe für die Erfindung des Nimb ist die persönliche Erfahrung einer der Projekt-Mitgründerinnen, Katja Romanowskaja. Vor 16 Jahren ist sie selbst Opfer eines Überfalls geworden: „Am helllichten Tage bin ich von einem jungen Mann mit einem Jagdmesser attackiert worden. Er hat mir den Hals und den Bauch aufgeschlitzt. Er hatte schon zum Stoß ins Herz angesetzt, als ein Nachbar mir zu Hilfe kam“, schreibt die junge Frau bei Facebook.

    Wenn man mit neuen Technologien in virtuelle Welten eintauchen könne, dann solle man sie auch zur Rettung echten Lebens einsetzen, ist Katja überzeugt.

    Momentan kann ein Nimb für 99 Dollar bei Kickstarter bestellt werden. Der Marktpreis wird sich auf 149 Dollar belaufen. Im März nächsten Jahres sollen die ersten Lebensretter im Ringformat die Finger ihrer stolzen Besitzer schmücken.

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