04:59 02 Juni 2020
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    Nach einem Zahlungsverzug hat die Ukraine erneut die Ausfuhr von verbrauchten Nuklearbrennstoffen aus ihren Atomkraftwerken nach Russland bezahlt, wo die bestrahlten Brennelemente deponiert und verarbeitet werden sollen. Das erfuhr Sputnik inoffiziell von einer gut informierten Person.

    Nach deren Angaben nimmt Russland die Einfuhr von abgebrannten Kernbrennstoffen wieder auf. „Die ukrainische Seite hat vor etwa eineinhalb Monaten wieder mit den Zahlungen begonnen. Nur die Termine wurden geändert.“ Trotz des Zeitverzugs seien die beiden Seiten bemüht, den Jahresplan zum Abtransport von abgebrannten Kernbrennstoffen nach Russland zu erfüllen, hieß es.

    Wie der Direktor für Staatspolitik im Bereich Radioaktive Abfälle der russischen Atomholding Rosatom, Oleg Krjukow, im Mai mitteilte, wurde die Ausfuhr von verbrauchtem Nuklearbrennstoff aus der Ukraine wegen Zahlungsproblemen verschoben.

    Rosatom bat damals, die Freihandelszone mit der Ukraine wieder herzustellen. Die russische Staatskorporation bereitete einen Entwurf zu einem Erlass zur teilweisen Wiederaufnahme des diesbezüglichen Vertrages vor. Es wurde unter anderem vorgeschlagen, die Zölle auf Erzeugnisse aufzuheben, die für die Produktion von AKW-Ausrüstungen notwendig sind.

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    Tags:
    Rosatom, Russland, Ukraine