22:51 18 September 2020
SNA Radio
    Technik
    Zum Kurzlink
    0 219
    Abonnieren

    Eine bisher unbekannte Hackergruppe mit dem Namen „Strider“ hat mindestens fünf Jahre lang weltweit Cyberspionage betrieben, wie laut einem Bericht des Portals Life.ru Experten für Informationssicherheit der US-amerikanischen Sicherheitsfirma Symantec mitteilten.

    Demnach waren Großunternehmen in Russland, China, Schweden und Belgien jahrelang Ziele der Hacker-Attacken von „Strider“. Für ihre Angriffe soll die Gruppe eine Spyware namens „Remsec (Blackdoor.Remsec)“ eingesetzt haben.

    Eine Programm-Analyse habe mittlerweile ergeben, dass die Spionage-Software die Funktionen Blackdoor und Keylogger nutzte und es dem Angreifer erlaubte, die volle Kontrolle über den infizierten Computer zu erlangen, Daten zu stehlen und zusätzliche Module zu nutzen. Gleichzeitig sei es praktisch unmöglich, „Remsec“ mittels traditionellen Anti-Virus-Vorgehens zu entdecken.

    Wie die Experten angaben, ist es ihnen gelungen, eine Verbindung der Gruppe „Strider“ mit der Tätigkeit der bekannten Gruppierung „Flamer“ aufzudecken, die indirekt in die Cyber-Attacke auf das iranische Atom-Programm Ende der 2000er Jahre verwickelt gewesen sein soll. Die Experten nehmen an, dass die Hacker durchaus auch für Geheimdienste eines Staates tätig sein könnten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    FSB meldet massive Cyber-Attacke auf „kritisch wichtige Infrastruktur des Landes“
    Snowden enthüllt Geheimbericht über US-Cyberangriffe auf ausländische Parteien
    Kriegsgefahren im Cyberspace: „Nato maßt sich immer mehr Entscheidungsrecht an“
    Der „Cyber-Trojaner“ des Kremls: Russland unter dem Deckmantel des IS?
    Tags:
    Cybersicherheit, Spionage