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    Blitzschnell: Der neue „Jäger“ schickt Raketen treffsicher ins Ziel

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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Russlands Streitkräfte erproben derzeit ein neues Fernsteuerungsmodul für tragbare Flug- und Panzerabwehrsysteme, berichtet die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag. Das neue System ermöglicht es den Soldaten, die Raketen aus sicherer Entfernung abzufeuern und ins Ziel zu führen.

    Das optische System erkennt die Ziele automatisch und leitet das Bild digital an eine Steuerungskonsole weiter, von der aus die Soldaten die Flug- und Panzerabwehrraketen steuern können.

    Das russische Verteidigungsministerium prüfe derzeit die Einsatzmöglichkeiten der Neuentwicklung in Kombination mit tragbaren Flugabwehrraketen. „Wir planen, die erste Arbeitsetappe in Kürze abzuschließen“, wird ein Ministeriumssprecher zitiert. Im nächsten Stadium werde das Modul für den Einsatz auf Panzerabwehrsystemen und —granatwerfern modifiziert.

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    Die Fernsteuerungsmodule werden auf tragbaren Flug- und Panzerabwehrsystemen installiert, die vorher in Kampfposition gebracht werden. Die Soldaten gehen einige hundert Meter von den Startvorrichtungen in Stellung und bedienen die Raketensysteme per digitale Konsole. Das System identifiziert gegnerische Luftfahrzeuge automatisch und übermittelt das Bild der Lage an die Konsole, sodass die Soldaten lediglich den Start der Rakete auslösen müssen.

    Herz des neuen Moduls ist das multifunktionale Videoverarbeitungssystem „Ochotnik“ (zu Deutsch: „Jäger“). Dies erkennt gegnerische Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen selbst nachts und bei schlechtem Wetter.

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    Momentan werden die Ochotnik-Videoverarbeitungssysteme auf den russischen Mehrzweckjägern der neuesten Generation, PAK T-50, getestet.

    Für den Einsatz am Boden wurden die multifunktionalen Systeme modifiziert: „Selbst in wenigen hundert Metern Höhe beträgt die Geschwindigkeit der Luftfahrzeuge Hunderte Stundenkilometer. Das System hat nur Bruchteile einer Sekunde, um eine Entscheidung zu treffen. Dabei muss der optimale Winkel für die Rakete festgelegt werden, damit ihr Zielsuchkopf das gegnerische Ziel nach dem Start verfolgen kann“, erklärte der Ministeriumssprecher.

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    Videoverarbeitungssystem Ochotnik, T-50-Kampfjet, Verteidigungsministerium, Russland