18:03 29 November 2020
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    Der laut Hersteller "leistungsfähigste und modernste Schützenpanzer der Welt" hat eine banale Schwachstelle: Durch die Dachluke kann Wasser eintreten, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Im Verteidigungsministerium sehe man das Leck nicht als großes Problem an: Der Rüstungsbericht erwähne es mit keinem Wort.

    „Der Puma ist der Stolz der deutschen Wehrtechnik. Vor gut einem Jahr bekam die Bundeswehr offiziell die Schlüssel für das Gefährt übergeben, bei dem es sich laut Hersteller um den ‚leistungsfähigsten und modernsten Schützenpanzer der Welt‘ handelt“, heißt es in dem Beitrag vom Donnerstag.

    „Zwar funktionieren diverse Dinge noch nicht ganz so, wie sie sollen, zwar identifizierte das Verteidigungsministerium vor wenigen Monaten noch erhebliche Projektrisiken — doch im Prinzip sind sich alle einig, dass der Puma, wenn er irgendwann alles kann, was er können soll, ein vorzüglicher Panzer ist. Allerdings hat er noch ein weiteres, eher banales Problem: Er ist nicht ganz dicht.“

    Dem Blatt zufolge geht es um die Dachluke, genauer: um die "Zwei-Mann-Luke im hinteren Kampfraum". Sie sei undicht: Wenn es stark regne, dringe Wasser ein. Auch mit einem Hochdruckreiniger sollte man dem Panzer nicht zu nah kommen.

    „Im Ministerium ist das schon länger bekannt. Man habe den Mangel, nachdem die undichte Luke schon 2013 ‚in einem Einzelfall‘ aufgefallen sei, ‚im zweiten Quartal 2015 in der Nutzung bemerkt‘“, schreibt das Blatt.

    Die Industrie habe bereits eine neue Dichtung konstruiert, die zum Teil bereits seit dem Frühjahr in neue Pumas eingebaut werde. Von September an, heißt es bei Rheinmetall, würden nun "alle neuen Serienfahrzeuge mit einer optimierten Dichtung ausgestattet". Derzeit verfüge die Truppe laut Ministerium über 78 der neuen Schützenpanzer.

     

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    Tags:
    Leck, Schützenpanzer „Puma, Bundeswehr, Deutschland