06:51 25 März 2017
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    Militärübungen in Russland

    Russland tüftelt an weitreichender Abfangrakete: „Kein leichtes Opfer werden“

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    Neue Waffen für russische Armee (667)
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    Russland entwickelt eine Abfangrakete mit einer größeren Reichweite, die einem Medienbericht zufolge in den neuen Raketenschild um Moskau integriert werden könnte. Wie ein Militärexperte betont, gewinnt die Luft- und Raketenabwehr immer mehr an Bedeutung.

    Wie der russische TV-Sender Swesda am Dienstag in seiner Onlineausgabe berichtet, gibt es Hinweise darauf, dass die derzeit in Entwicklung befindliche Abfangrakete mit einer größeren Reichweite in den geplanten gestaffelten Raketenschirm A-235 integriert werden könnte. Dieser soll das Industriegebiet Moskau schützen – sowohl vor gegnerischen Raketen als auch vor manöverfähigen Raumflugkörpern. Das Projekt soll Führungszentralen, Radaranlagen, Flugabwehrwaffen und Abfangraketen mit verschiedener Reichweite kombinieren.

    Dass Russland an einer Rakete aktiv tüftelt, um Gegner aus großer Entfernung abzufangen, hatte kürzlich der Vizechef der Luft- und Weltraumkräfte, Viktor Gumenny, mitgeteilt. Dies soll den Streitkräften ermöglichen, jede Aufgabe im Sinne der Luft- und Raketenabwehr termingemäß zu erfüllen, wie Gumenny gegenüber dem Radiosender RSN betonte.

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    Bereits in den 1970er Jahren hatte die Sowjetunion mit Entwicklungsarbeiten an weitreichenden Abfangraketen begonnen. Die Rakete A-925 (auch bekannt als 51T6) wurde konzipiert, um gegnerische Ziele aus einer Entfernung von bis zu 600 Kilometern und einer Höhe von bis zu 670 Kilometern abzufangen.

    Was Abfangraketen mit einer kleinen Reichweite betrifft, wurde eine davon im diesjährigen Sommer auf dem Truppenübungsplatz Sary-Schagan getestet, der in Kasachstan liegt und von Russland gepachtet wird. Wie es damals hieß, verlief der Test erfolgreich. Der Typ der Rakete wurde allerdings nicht bekannt gegeben.

    Die Radaranlage Don-2N in der Ortschaft Sofrino
    © Sputnik/ Kirill Kallinikov
    Die Radaranlage Don-2N in der Ortschaft Sofrino

    Nach Ansicht des russischen Militärexperten Igor Korotschenko verschiebt sich der Schwerpunkt bei militärischen Entwicklungen derzeit immer mehr in den Luft- und den Weltraum. Dementsprechend soll sich auch die Infrastruktur im Verteidigungsbereich entwickeln.

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    Der Sender zitiert den Experten mit den Worten: „Die jüngsten Kriege der USA und ihrer Nato-Verbündeten illustrieren ausgezeichnet, wie ein moderner Krieg geführt wird. Es geht dabei vor allem um massive Luftangriffe sowie den intensiven Einsatz von Marschflugkörpern und weiteren Präzisionswaffen, um den Gegner buchstäblich in den ersten Wochen des Krieges auszubluten, die politische Führung des angegriffenen Landes in die Knie zu zwingen, die wichtigsten Führungs- und Entscheidungszentralen außer Gefecht zu setzen und die Militär- und Verteidigungs-Infrastruktur zu zerstören. Wenn ein Land seiner Luft- und Raketenabwehr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt, ist es dazu verurteilt, ein leichtes Opfer zu werden.“

    Die Modernisierung der russischen Raketenabwehr ist laut Korotschenko in diesem Sinne völlig gerechtfertigt: „Diese Fragen sind von höchster Priorität und, ich würde sagen, ebenso wichtig wie die weitere Entwicklung der strategischen Atomkräfte.“

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    Alle Kommentare

    • avatar
      Also bitte...
      Russland hat die besten Panzer.
      Russland hat die besten Flieger.
      Russland hat die besten Schiffe.
      Russland hat die besten Raketen.
      Russland hat die besten Soldaten.
      Außerdem hat Russlad die Farbe, die alles unsichtbar machen kann.
      Zusätzlich hat Russland eine weiter Farbe entwickelt, die atomsicher ist.
      Und nun will man uns weis machen, dass Russland Angst hat ein leichtes Opfer zu werden? Also ich kann das nicht glauben. Wer so weit führend in der Militärtechnologie ist, braucht doch keine Angst mehr zu haben. Oder steckt möglicherweise die CIA hinter diesm Artikel?
    • avatar
      Joesi
      Russland spielt immer mit offenen Karten!
      Gut, daß es zu solchen modernen wegweisenden Investitionen kommt!
      Eines Tages werden wir auch in Mitteleuropa,
      den Schutz Russlands vor den USA benötigen!
    • avatar
      e.mietz
      Also die im Artikel genannten Daten sind wohl nur zum Teil glaubwürdig. Fraglich ist mir die Angabe, wörtlich steht da: bis zu einer Höhe von 670 km ..... Das würde ja bedeuten, dass diese Raketen über den äußeren Rand der als "Low Earth Orbit" bezeichenten Zone fliegen würden.
      Was sollen die da oben noch abwehren, bzw. treffen?
    • Eindeutiger Bruch von SALT II.
      Russland weiter so.
    • Antwort anJoesi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Joesi,
      "Russland spielt immer mit offenen Karten!"
      Genau so wie mit der Annexion der Krim, wo angeblich keine russichen Soldaten im Einsatz waren?
    • avatar
      der LeoAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      BUO, da kannste sehn warum die usa noch keinen Krieg Russland angefangen haben.
    • kosticks.oldes.schietbookAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      BUO, Russland darf ein Raketenabwehrschirm haben und der NATO erlaubt man ein solches Systen nicht und fängt an zu FLENNEN.

      Wenn aber alles so gut wäre in Russland, dann müsste dieses LAND normal eine GIGANTISCHE WIRTSCHAFTSMACHT sein und in der restlichen Welt das Gefühl haben das man in der STEINZEIT lebt.
    • Philipp
      Genau wie Russland selbst müssen dessen Verbündete auf derartige Schläge der USA schon im Vorfeld und im Geheimen vorbereitet werden. Ich denke da beispielsweise an den Iran, Weißrussland u.a. die unter Clinton sicher ins Visier geraten werden. Auch Assad wird von Clinton sicher niedergebommt wenn Russland das nicht verhindert.

      Die USA müssen angreifen und dann eine böse Überraschung erleben.
    • TeslaAntwort ane.mietz(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      e.mietz,
      Vermutlich dient das um US Angriffswaffen, die vor einer Woche mit der leistungsstärksten Rakete hinauf befördert wurden, abschiessen zu können.
    • TeslaAntwort ankosticks.oldes.schietbook(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      kosticks.oldes.schietbook,
      Abwarten!
      Diese Zeit wird kommen.
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