06:23 23 August 2017
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    Details zum russischen „Superjäger“: „Alle Vorteile eines gefragten Hubschraubers“

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    Der modernisierte Hubschrauber Mi-28NM, der jetzt in Russland getestet wird, sorgt weiterhin bei Experten für Aufsehen. Sie analysieren, wodurch sich die neue Maschine von ihrem Vorläufer unterscheidet.

    Der russische TV-Sender Swesda kündigt am Donnerstag in seiner Onlineausgabe an: „Die Mi-28NM soll das Allerbeste für Einsätze im Sinne der modernen Kriegsführung erhalten – von modernisierten Steuerungs- bis hin zu beispiellosen Radarsystemen.“

    Äußerlich ist die Mi-28NM mit ihrem Vorläufer Mi-28N fast identisch, doch innerlich gibt es grundsätzliche Unterschiede, wie der russische Militärexperte Viktor Murachowski dem Sender sagte: „Derzeit werden neue Systeme, Aggregate und Werkstoffe verwendet. Ihre Serienproduktion in die Wege zu leiten war nicht einfach, aber dringend notwendig.“

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    Mit seinem neuen Radom, das sich über dem Hauptrotor befindet, soll der Hubschrauber Ziele effizienter orten – auch wenn der Gegner Störungen sendet. Auch die Kommunikationsgeräte sollen möglichst störungsfrei funktionieren – die Konstrukteure legen darauf besonderen Wert, wie es im Bericht heißt.

    Nach Angaben eines Fachmannes des Elektronik-Herstellers KRET, Wladimir Michejew, wird derzeit eine Laser-Station getestet, die den modernisierten Hubschrauber vor Raketen schützen soll. Das Novum ermögliche voraussichtlich, alle gegenwärtigen und in Entwicklung befindlichen infrarotgelenkten Raketen zu täuschen, damit sie nicht den Hubschrauber treffen.

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    Die Leistung der Bordcomputer soll ebenfalls erhöht werden. Es wird aktiv an neuen Softwares gearbeitet, um bei Bedarf faktisch ohne Sicht landen zu können, wie der stellvertretende Verteidigungsminister Juri Borissow mitteilte.

    „Es ist ein Allwetter-Hubschrauber, der rund um die Uhr einsetzbar ist. Das ist sein grundlegender Unterschied. Die Maschine bekommt eine praktisch neue Navigationsanlage, neue optische und Aufklärungsgeräte, aber auch ein neues Steuerungssystem, das eine Blindlandung ermöglichen soll“, so Borissow.

    „Die Mi-28NM besitzt sämtliche Vorteile eines Hubschraubers, der gegenwärtig auf dem Markt gefragt ist. Das Testprogramm nähert sich seinem Ende“, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister.

    Im Hinblick auf die Waffen kommentierte der Sender: „Nach den Fotos zu urteilen, wurde die Konstruktion der 30-mm-Kanone zweifelsohne geändert, genauso wie der Munitionsbehälter und wahrscheinlich auch das optische Ortungssystem, das eine Zielerfassung ermöglichen soll, selbst wenn der Hubschrauber dabei aktiv manövriert.“

    Die Tageszeitung „Iswestija“ hatte zuvor berichtet, die Mi-28NM bekomme als erste russische Maschine Rotorblätter aus Verbundwerkstoffen. Dadurch steige voraussichtlich die Marsch- und die Höchstgeschwindigkeit im Vergleich zur Mi-28N, dem „Nachtjäger“. Die neue Maschine wird nach Angaben des Blattes auch als „Nacht-Superjäger“ bezeichnet.

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    Mi-28, Wladimir Michejew, Viktor Murachowski, Russland
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