00:40 24 Januar 2018
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    Sojus-Trips: Russland verzichtet auf Strahlenschutz für Mond-Touristen

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    Das russische Raumfahrtunternehmen Energija, welches die Sojus-Rakete für die geplanten Touristenflüge zum Mond umbaut, will auf zusätzlichen Schutz vor Radioaktivität verzichten.

    Die Gefahr radioaktiver Strahlung bestünde nur bei längerem Aufenthalt im All, erläuterte Energija-Präsident Wladimir Solnzew am Freitag. Weil der Flug zum Mond und zurück höchstens sieben Tage dauern werde, müssten die Sojus-Insassen nicht um ihre Gesundheit bangen. „Zusätzliche konstruktive Lösungen zum Schutz gegen die Radioaktivität sind nicht vorgesehen“, hieß es darum.

    Zuvor hatte Energija mitgeteilt, acht potentielle Mondreisende hätten sich bereits gemeldet. Darunter der Hollywood-Regisseur James Cameron.

    Die US-Firma Space Adventures hatte bereits 2010 angekündigt, Reiseflüge zum Mond organisieren zu wollen. Weltraumtouristen sollen mit umgebauten russischen Sojus-Raketen um den Erdtrabanten fliegen, ohne auf ihm zu landen. Der erste solche Flug könnte schon in fünf bis sieben Jahren stattfinden und soll 150 Millionen US-Dollar kosten.

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    Sojus-Raumschiff, Energija, Mond, Russland