20:02 22 Februar 2018
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    Schützenpanzer T-14 Armata

    National Interest: Prallen US-Raketen am russischen Superpanzer Armata ab?

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    Der neuste russische Panzer Armata unterscheidet sich sehr stark von seinen Vorgängern und könnte sich als schwerer Gegner im Gefecht erweisen, schreibt die Zeitschrift „The National Interest“.

    Früher hatten sowjetische bzw. russische Panzer sehr einfache Konstruktionen, doch der T-14 wurde ganz anders entwickelt. Der Panzer hat eine ganze Reihe von wichtigen Funktionen, die bisher kein anderer Panzer in der Welt hatte.

    Allein sein unbemannter Turm mit einer Glattrohrkanone ist einmalig und vorteilhaft, weil die Besatzung isoliert von der Munition bleibt. Zudem hat der Armata eine passive vielschichtige Panzerung, kombiniert mit dynamischer Verteidigung und aktivem Schutzsystem Afganit, das Ziele sowohl vernichten als auch „nur“ außer Gefecht setzen kann. Dabei geht es unter anderem um ein funkelektronisches Eindämmungssystem und eine radiooptische Radaranlage zwecks Ortung, Verfolgung und Abfangens von gegnerischen Waffen.

    Im Kampf gegen amerikanische Panzer Abrams M1A2 SEP v2 und M1A3 würde vieles davon abhängen, wer den Gegner als erster gesehen habe, so „National Interest“. „Dank neuer lenkbarer Geschosse kann Abrams Ziele aus zwölf Kilometern treffen. Aber auch russische Panzer sind mit lenkbaren Anti-Panzer-Raketen gerüstet. Deshalb ist wirklich wichtig, wer wen zuerst sieht. Wie sich Armata auf dem Schlachtfeld zeigt, hängt auch von den Sensoren und Rechnernetzen ab“, heißt in dem Artikel.

    Was amerikanische Anti-Panzer-Raketen, darunter TOW-2A, angeht, so verfügt Armata über funkelektronische Anlagen, die gegnerische Offensivmittel eindämmen können. Der Panzer könne nicht getroffen werden, wenn die Besatzungsmitglieder es schafften, die Maschine in eine neue Stellung zu bewegen, während die Rakete fliege, so die Zeitschrift. Zudem verfüge Armata über eigene Offensivmittel, die die TOW-2A-Raketen abschießen können. Auch die Reaktivpanzerung Relikt mache die Wahrscheinlichkeit, dass der Armata-Panzer durchschossen werden könne, geringer.

    „Selbst ohne Relikt ist die kumulative TOW-2A-Ladung kaum fähig, die Armata-Frontpanzerung zu durchbrechen“, so „National Interest“.

    Die Rakete TOW-2B hätte mehr Chancen, den Armata-Panzer zu treffen, weil sie das Ziel von oben treffe. In diesem Fall wären Afganit und Relikt weniger effizient. „Aber selbst dann wären höchstwahrscheinlich die Offensivmöglichkeiten des russischen Panzers zwar beeinträchtigt, doch die Besatzung würde am Leben bleiben und könnte das Schlachtfeld verlassen, was viel wichtiger ist“, resümierte der Autor.

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    Tags:
    Raketen, Panzer, Anti-Panzer-Raketen TOW, Panzer Abrams, Armata, USA, Russland
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