16:34 22 November 2019
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    Armata T-14: Superpanzer wird zum Computerspiel

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    Für die Besatzung des neuen russischen Kampfpanzers „Armata“ wird eine Schlacht dank eines hochentwickelten Feuerleitsystems zum Computerspiel, wie russische Medien berichten.

    Armata T-14 bekommt als erstes russisches Gefechtsfahrzeug ein Feuerleitsystem mit einer Video-Funktion. Mit der neuen glasfaserbasierten Anlage wird der Panzerkommandeur die Zielkoordinaten in Sekundenschnelle an den Richtschützen weiterleiten können. Dieser bekommt neben den Standortangaben auch eine Echtzeit-Aufnahme des Ziels.

    „Das Gefecht wird zu einem Computerspiel“, sagt Igor Rjabow, Chef-Entwickler beim russischen Hightech-Konzern „GZAS“. „Der Kommandeur schickt dem Richtschützen eine Videoaufnahme des Schlachtfelds – mit genauen Koordinaten und Anweisungen: erst dieses Ziel, dann dieses usw. Der Schütze muss nur noch auf den Knopf drücken“, erklärt der Ingenieur das Funktionsprinzip der Feuerleitanlage im neuen Armata. Das System erfasse die Ziele in jedem Gelände und bei jedem Wetter schnell und genau.

    Laut dem Hersteller werden die ersten Anlagen derzeit bereits beim russischen Militär getestet. Die Serienproduktion übernehmen der GZAS-Konzern und der Avionik-Hersteller „Temp Avia“. Beide Unternehmen sind in der Region Nischnij Nowgorod ansässig.

    „Armata“ ist eine universelle schwere Kampfplattform, auf deren Basis ein Kampf-, ein Schützen- und ein Bergepanzer gebaut werden. Der Kampfpanzer zeichnet sich durch eine unbemannte Kuppel, ein ferngesteuertes Waffensystem und eine gepanzerte Crew-Kapsel aus. Im kommenden Jahr werden die russischen Streitkräfte je ein Exemplar des Kampfpanzers T-14, des Schützenpanzers T-15 und des Bergepanzers T-16 in Dienst stellen. Das staatliche Rüstungsprogramm sieht die Auslieferung von insgesamt mehr als 2.000 Armata-Panzern an die russische Armee vor, wie der Chef des Panzerbauers „UVZ“, Oleg Sijenko, erklärte.

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    Tags:
    Computerspiel, Armata, Igor Rjabow, Russland