19:45 16 Juni 2019
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    Wartung der Kampfjets Tornado vor dem Start des Einsatzaufklärungsflugs auf der Air Base Incirlik im Rahmen der Mission Counter Daesh, am 24.02.2016

    Incirlik: Alle Bundeswehr-Tornados sind defekt

    © Foto: Bundeswehr
    Technik
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    4022020

    Der Tornado-Einsatz der Bundeswehr in Syrien und im Irak muss wegen eines technischen Defekts an den Aufklärungsflugzeugen ausgesetzt werden. Nach Angaben der Bild-Zeitung sind alle sechs auf der türkischen Nato-Luftwaffenbasis Incirlik stationierten Maschinen der modernsten Version ASST A3 betroffen.

    Am Mittwoch sei von der Industrie ein technischer Mangel an einem Bauteil des Luftfahrzeugs Tornado in der Version ASST A3 in Deutschland festgestellt worden, bestätigte die Bundeswehr am Donnerstag. „Um jedwede Gefährdung für Personen und Material auszuschließen, wurde der Flugbetrieb mit den Luftfahrzeugen, die von diesem Problem betroffen sind, seit heute, 6. Oktober 2016, ausgesetzt.“

    Die Bundeswehr unterstützt von der Nato-Basis aus die Luftangriffe der US-gesteuerten Militärkoalition in Syrien und im Irak. Sie setzt dabei neben den sechs Tornado-Aufklärungsflugzeuge in der modernsten Version ASST A3 auch ein Tankflugzeug ein.

    Laut Medien will Deutschland 58 Millionen Euro in den Ausbau der Basis investieren. Für rund 26 Millionen Euro sollen dort ein eigenes Flugfeld für die deutschen Tornado-Aufklärungsjets sowie Unterkunftscontainer für die Soldaten gebaut werden. Weitere 30 Millionen Euro sind für die Beschaffung eines mobilen Gefechtsstandes vorgesehen. Für diesen muss zuvor ein Fundament gebaut werden — für zwei Millionen Euro.

    Bereits im Januar hatte es Probleme bei dem Tornado-Einsatz in Incirlik gegeben: Die Cockpitbeleuchtung der sechs Aufklärungsflugzeuge blendete so stark, dass ein Einsatz nur tagsüber möglich war.

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