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23:58 16 Oktober 2019
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    Strategisches Atom-U-Boot Dmitri Donskoi

    US-Journal: Die „Seeungeheuer“ der sowjetischen Marine – eine Meisterleistung

    © Sputnik / Sergej Pjatakow
    Technik
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    Die Sowjetunion hat die weltgrößten U-Boote gebaut; die des Projekts 941 Akula waren die am meisten „furchtgebietende Art von Militärtechnik“, die je ein Mensch geschaffen hat. Dies schreibt der Experte des amerikanischen Journals „The National Interest“, Kyle Mizokami.

    Diese „Meeresungeheuer“ konnten mit Hilfe ihre Gefechtsköpfe bis zu 200 Ziele vernichten. In ihrer Stärke übertrafen diese die auf Hiroshima abgeworfene Atombombe um das Sechsfache. Und sie hätten genug Ressourcen besessen, „um ganze Länder zu zerstören“, heißt es in dem Artikel.

    Der Autor erinnert daran, dass die U-Boote des Projekts 941 Akula (Nato-interne Bezeichnung: Typhoon-Klasse) als seegestützter Teil der Atomtriade der UdSSR als Reaktion auf die US-amerikanischen U-Boote der Ohio-Klasse entwickelt worden seien.

    Bei der Projektierung der U-Boote Akula sei die Möglichkeit ihres Einsatzes in der Arktis vorgesehen gewesen, deshalb der verstärkte Rumpf, um das Polareis durchbrechen zu können, die hohe Schwimmfähigkeit und die beiden durch ein Gehäuse geschützten Propeller. Das fast 173 Meter lange U-Boot habe beim Tauchen eine Wasserverdrängung von 48.000 Tonnen gehabt. Zudem habe es dank seiner zwei Druckwasserreaktoren, deren Leistung 190 Megawatt erreichte, was etwa 100.000 PS sind, eine Geschwindigkeit von 25 Knoten (fast 43 km/h) entwickeln können, betont der Experte.

    Als eine weitere Errungenschaft der sowjetischen Fachleute erwähnt der Autor die neue ballistische Rakete R-39, deren Reichweite es erlaubte, einen jeden Punkt auf dem Territorium der USA zu erreichen. Obwohl die U-Boote der Akula-Klasse nur mit 20 Raketen bestückt waren, die der Ohio-Klasse dagegen mit 24, war jede Rakete mit zehn individuell lenkbaren Kernsprengköpfen ausgerüstet und konnte gleichzeitig zehn Ziele treffen. Wie Kyle Mizokami schreibt, befanden sich an Bord der Akula-U-Boote somit bis zu 200 Kernsprengköpfe, wogegen die US-amerikanischen U-Boote nur über 192 verfügten.

    Die Sowjetunion habe insgesamt acht U-Boote dieser Klasse bauen wollen, aber letztendlich nur sechs in Dienst gestellt. Im Bestand der Seestreitkräfte Russlands befinde sich heute nur noch ein solches U-Boot –die „Dmitri Donskoi“, merkt der Autor des Artikels an.

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    Tags:
    Akula-Klasse, U-Boot, The National Interest