19:04 24 Juni 2018
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    „Kommandeur hat zu lange gezögert“- Neues zum MiG-29-Unglück vor Syrien

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    Kampf gegen den IS (813)
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    Nach dem Absturz der russischen MiG-29 vor Syrien sind den Medien neue Details bekannt geworden. Der Kampfjet, der wegen einer Panne nicht planmäßig auf dem Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ landen konnte, sei verunglückt, weil das Kommando bis zum letzten Moment seine Umleitung auf einen Ausweichlandeplatz ablehnte, berichtet Lenta.ru.

    Die vom russischen Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ gestartete MiG-29K war am Montag vergangener Woche ins Mittelmeer gestürzt. Der Pilot rettete sich mit seinem Schleudersitz. Offizielle Angaben zur Ursache gibt es noch nicht. Nach inoffiziellen Angaben verunglückte der Bordflieger wegen des Versagens seiner Triebwerke, nachdem der erste Landeversuch auf der „Admiral Kusnezow“ wegen des kaputten Fangseils gescheitert war.

    Nun erfuhr die Onlinezeitung Lenta.ru aus Militärkreisen, dass die zuständigen Befehlshaber zu lange mit der Umleitung des Kampfjets auf einen Ausweichlandeplatz gezögert hätten. Als Folge habe die MiG-29 auf die Behebung der Panne gewartet, bis der Sprit alle war.

    „Das Kommando wollte das Flugzeug nicht zu einem Ausweichflugplatz schicken, denn es hoffte bis zum letzten Moment, dass die Panne auf dem Schiffsdeck schnell behoben werden kann“, zitiert die Zeitung einen Informanten. „Wenn die MiG-29 auf (dem russischen Luftwaffenstützpunkt) Hmeimim (Latakia, Nordsyrien) geschweige denn auf Zypern gelandet wäre, hätte man den Vorfall melden und eine Strafe entrichten müssen.“

    Ein russischer Marineverband um den Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ befindet sich seit Wochen im Mittelmeer, um am Kampf gegen den Daesh (auch Islamischer Staat, IS) und andere Terrormilizen in Syrien teilzunehmen.

    Der erste Kriegseinsatz des einzigen russischen Flugzeugträgers
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    Tags:
    Flugzeugträger Admiral Kusnezow, MiG-29K, Mittelmeer, Syrien, Russland
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