03:35 08 Dezember 2019
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    Künstlerische Darstellung: ExoMars-Landemodul Schiaparelli löst sich vom TGO-Satelliten ab

    ESA: Russland an Absturz von Mars-Sonde nicht schuld

    ESA/ATG medialab
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    Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Johann-Dietrich Wörner, hat die Vorwürfe gegen Russland wegen des Fiaskos bei der Landung des Landegerätes Schiaparelli zurückgewiesen. Eine entsprechende Mitteilung wurde auf der Webseite der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos veröffentlicht.

    Die Schiaparelli-Panne sei in keiner Weise auf die Arbeit der russischen Partner zurückzuführen, und die ESA rechne unbedingt mit der Umsetzung weiterer Projekte bei gemeinsamen Missionen, sowohl bemannten als auch unbemannten, sagte Wörner.

    Wie die russische Raumfahrtagentur Roskosmos erläuterte, hat die russische Seite alle ihre Verpflichtungen im Rahmen der russisch-europäischen Mission ExoMars-2016 in vollem Umfang erfüllt.

    Im Verantwortungsbereich von Roskosmos habe der Start der Mission mit Hilfe einer Trägerrakete vom Typ „Proton" gelegen, der am 14.März stattgefunden habe, sowie die Bereitstellung von zweien der vier wissenschaftlichen Geräte des TGO-Orbit-Moduls, hieß es in der Mitteilung.

    Die beiden Geräte würden erfolgreich auf dem Mars-Orbit funktionieren.

    Im Verantwortungsbereich der ESA habe die Entwicklung und Herstellung des Landegerätes Schiaparelli gelegen. Die Experten der ESA würden Roskosmos die Ergebnisse der Untersuchung der Absturzursachen der Mars-Sonde bekannt geben. Diese Angaben würden eine wichtige Information für die russische Raumfahrtagentur bei der Entwicklung des Landegerätes für die Mission ExoMars-2020 sein.

    Zuvor hatte das US-rumänische Unternehmen Arca Space, welches für die Landung der Esa-Raumsonde „Schiaparelli" zuständig war, die ExoMars-Pleite mit dem Beitritt der Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu Russland in Zusammenhang gebracht. Arca Space behauptete, es habe aus politischen Gründen nicht genügend Landetests in der Erdatmosphäre durchgeführt.

    Die gemeinsame russisch-europäische ExoMars-Mission hatte aus einem Orbit-Modul TGO (Trace Gas Orbiter) und dem Landegerät Schiaparelli bestanden, das am 19. Oktober auf dem Roten Planeten abgestürzt war.

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    Tags:
    Schiaparelli, ExoMars, ESA, Roskosmos, Johann-Dietrich Wörner, Europäische Union, Russland