11:49 21 November 2019
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    Untersee-Roboter „Surrogat“

    Russland baut "Transformer"-U-Boot

    © Foto : Rubin-Werft St. Petersburg
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    Damit die russische Marine Einsätze noch besser und vor allem kostengünstiger trainieren kann, hat die Petersburger Rubin-Werft einen Untersee-Roboter entwickelt, berichtet die „Rossijskaja Gaseta“. Das Mehrzweck-Boot ist ein echter Verwandlungskünstler: Je nach Übungslage kann es unterschiedliche Funktionen erfüllen.

    „Surrogat“ heißt das Hightech-Boot des Petersburger Schiffbauers. Angetrieben wird der 17-Meter-lange U-See-Roboter von einem Elektromotor. Dieser wird von einem Lithium-Ion-Akku gespeist. Eine Ladung reicht für 15 bis 16 Stunden volle Einsatzfähigkeit aus. In der Zeit kann das Gerät gefährliche Manöver auch bei Höchstgeschwindigkeit von 24 Knoten fahren, um ein gegnerisches U-Boot zu simulieren.

    „Derzeit müssen echte U-Boote für die Übungen abgestellt und deshalb aus dem Einsatz abgezogen werden. Mit dem neuen Roboter kann man darauf verzichten und die Kosten von Übungseinsätzen erheblich reduzieren“, sagt Igor Wilnit, Hauptgeschäftsführer der Rubin-Werft. „Außerdem verringert das unbemannte Gerät die Risiken einer Übung ohne Realitätseinbußen – bei einfacher Bedienung und niedrigen Betriebskosten“, so der Direktor. Derzeit fänden Gespräche mit der russischen Marineführung statt, um den Roboter an die Einsatzerfordernisse der Seeleute anzupassen.

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    Untersee-Roboter „Surrogat“
    © Foto : Rubin-Werft St. Petersburg
    Untersee-Roboter „Surrogat“

    Dank der modularen Bauweise kann „Surrogat“ unterschiedliche Funktionen erfüllen: Das autonome Gerät kann konventionelle und atomgetriebene U-Boote imitieren, wobei die Akustik- und Magnetfelder von Untersee-Schiffen mit Schleppantennen simuliert werden. Und in „Friedenszeiten“, also jenseits von Übungen und Manövern, kann der Roboter zur kartografischen Aufklärung eingesetzt werden.

    Seine technischen Daten: 40 Tonnen Einsatzverdrängung, 600 Seemeilen Reichweite, 600 Meter Tauchtiefe, 24 Knoten Höchstgeschwindigkeit.

    Lieferungen an ausländische Besteller sind laut dem Hersteller nicht ausgeschlossen.

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    Tags:
    U-Boot, Surrogat, Konstruktionsbüro Rubin, Igor Wilnit, Russland