16:31 20 Oktober 2018
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    Übung „Slawische Brüderschaft 2016“Der Roboter „Fjodor“

    Waffen aus Russland: Die wichtigsten Neuheiten

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    (Aus-)Rüstung der russischen Armee (2017) (42)
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    Das scheidende Jahr war reich an Nachrichten aus dem Militärbereich. Die russischen Flugabwehrtruppen erhielten den einmaligen Raketenkomplex Buk-M3, für Scharfschützen wurden Kugeln entwickelt, die eher kleinen lenkbaren Raketen ähneln. Die Sicherheitsdienste bekamen Taschen-Granatwerfer.

    Der TV-Sender „Swesda“ veröffentlichte eine Auswahl der interessantesten Neuheiten.

    Iron Man

    Der Roboter „Fjodor“ kann Auto fahren und mit Pistolen schießen. Das Kampffahrzeug wurde von Spezialisten der Wissenschafts- und Produktionsvereinigung Androider-Technik und des Raketenbauers ZNIIMasch entwickelt.

    Der Roboter soll auf einem Hindernisparcours getestet werden.  Der Roboter solle alle Elemente überwinden, das Steuern von verschiedenen technischen Geräten zeigen, darunter Autos, eine Treppe hochklettern, sagte der stellvertretende Generaldirektor des Fonds für aussichtsreiche Entwicklungen, Witali Dawydow.

    Satelliten-Killer

    Ende 2016 wurde die neue Rakete Nudol für das Abfangen im fernen Weltraum getestet. Die Eigenschaften des Erzeugnisses werden geheim gehalten. Bekannt ist nur, dass die Rakete aus zwei Stufen besteht, die schnellste in der Welt ist und über ein neues Triebwerk und eine vollkommene Elektronik verfügt. Sie soll die legendäre Rakete 51T6 ersetzen, die in der Nato als Gorgona bekannt ist. Die frühere Rakete ist dadurch bekannt, dass sie in einer thermonuklearen Hölle eingesetzt werden kann. Für die Periode der Überwindung der „heißen Zonen“ wird der Bordcomputer abgeschaltet, wobei alle Daten in Ferritspeichern gespeichert werden.

    Die Nudol-Raketen werden neben einem nuklearen  auch über einen kinetischen Sprengkopf zur Vernichtung von Bedrohungen via ein direktes Treffen verfügen.

    Gleitbombe

    Bis Jahresende sollen die Tests der Gleitbombe „Drel“ abgeschlossen werden. „In der Welt gibt es keine Analoga für diese Bombe. Die Bombe hat keinen Antrieb. Die Reichweite bei der Abkopplung vom Träger beträgt mehr als 30 Kilometer“, so der Generaldirektor des Entwicklers, der Wissenschafts- und Forschungsvereinigung Basalt, Wladimir Porchatschow.

    Ein langer autonomer Flug ermöglicht den Einsatz der Bombe, ohne in die Flugabwehrzone einzutreten. Die Munition besteht aus 15 Selbstvisier-Gefechtsköpfen und kann in Höhen von bis zu 14 Kilometern eingesetzt werden.

    Russische Luftwaffe auf dem Militärstützpunkt Hmeimim in Syrien
    © REUTERS / Vadim Savitsky/Russian Defense Ministry
    Russische Luftwaffe auf dem Militärstützpunkt Hmeimim in Syrien

    Kämpfer an der unsichtbaren Front

    Der Elektronikkampf-Komplex „Schipownik“ kann als „Beschwörer der Drohnen“ bezeichnet werden. Die Führung der robotisierten Fliegerkräfte wird von russischer Elektronik im Laufe von weniger als einer Sekunde abgefangen, wobei präzise der Ort berechnet wird, wo sich der frühere Besitzer befand. Ein Fahrzeug auf KamAZ-Basis kann ebenfalls gegnerische Kommandostellen, Mobilfunk- und Sattelitenverbindung, Kommunikationskanäle in einem Bereich mit einem Radius von zehn Kilometern unterdrücken.

    Großkaliber-Elektronik

    Der Konzern „Radioelektronische Technologien“ erklärte die Schaffung eines Systems zur radioelektronischen Bekämpfung mit einem Wirkungsradius von 3000 Kilometern. Es wurde bereits ein Subsystem entwickelt, das die stärksten Stationen des elektronischen Kampfes in einem Netz vereinigt. Bei Bedarf können sie die Steuerungsmittel der Nato in Europa lahmlegen.

    „Bei der Effizienz der Abschreckung eines potentiellen Aggressors ist dieses System mit dem Aufbau der modernsten Angriffssysteme vergleichbar. Das nationale strategische System für radioelektronische Bekämpfung ist eine asymmetrische Antwort auf das von den USA und der Nato umsetzbare Konzept der netzwerkzentrierten Kriegsführung in einem einheitlichen Informationsfeld“, sagte der Berater des stellvertretenden Chefs des Konzerns, Wladimir Michejew. „Russland erreichte Erfolge bei der Umsetzung eines netzzentrischen Konzeptes bei der Verteidigung. Ein Modell eines Subsystems, welches das Informationsfeld des Gegners zerstören kann, absolvierte bereits die staatlichen Tests und wurde zur Indienststellung empfohlen. In der nächsten Zeit soll die Serienproduktion aufgenommen werden“, so Michejew.

    Darüber hinaus gehören zur Liste der aussichtsreichsten Rüstungsneuheiten der Panzerwagen „Tigr“ und das Handmaschinengewehr RPK-16.

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    Elektronikkampf-Komplex Schipownik, Gleitbombe Drel, Rakete Nudol, Roboter Fjodor, Konzern Radioelektronische Technologien (KRET), NATO, Russland