13:10 20 November 2019
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    Kampfpanzer Leopard 2

    Wie deutscher Panzer-Mythos zerstört wurde

    © Foto: U.S. Army / Markus Rauchenberger
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    Mit dem Abschuss mehrerer Leopard 2 in Syrien hat die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) den Unverwundbarkeitsmythos des deutschen Vorzeigepanzers zerstört, schreibt Gerhard Hegmann in „Die Welt“. Den Panzern fehle ein besonderer Schutz.

    Erstmals in der Geschichte des Panzers gingen bei Kämpfen türkischer Streitkräfte in der Stadt al-Bab in Syrien mehrere Leopard 2 verloren – durch die IS-Kämpfer, so der Beitrag. Nach Angaben des Autors zerstörten die Terroristen bis zu zehn türkische Leopard 2A4. Sechs der zehn Ausfälle sollen auf dem Einsatz von Panzerabwehrwaffen des russischen Typs Kornet beruhen.

    Schlechter Flankenschutz

    Laut dem Artikel ist der 60 Tonnen schwere Leopard 2 unzureichend gegen Flankenangriffe geschützt. Denn sein Grundkonzept stammt noch aus einer Zeit, wo der Feind von vorne erwartet wurde. Hinzu komme, dass die türkischen Kettenfahrzeuge keinen zusätzlichen Schutz durch eine sogenannte Reaktivpanzerung oder gar ein abstandsaktives Schutzsystem gehabt haben.

    Auch wenn die Bundeswehr eine modernere Version des Leopard 2 verwende, hätten diese ebenso wenig reagieren können wie die türkischen, da auch ihnen der abstandsaktive Schutz gänzlich fehle.

     

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    Tags:
    Leopard-2-Panzer, Terrormiliz Daesh, Bundeswehr, Türkei, Syrien, Deutschland