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13:01 23 Juli 2019
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    Satelliten kreisen um die Erde (Symbolfoto)

    Riesenpanne im All: Ausfall von Uhren in Galileo-Satelliten – ESA

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    In den im November gestarteten Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo sind mehrere Uhren ausgefallen, wie der Chef der europäischen Raumfahrtagentur ESA, Jan Wörner, am Mittwoch mitteilte.

    Jeder Galileo-Satellit enthält Wörner zufolge zwei verschiedene Arten von Atomuhren. Das seien zwei Rubidium-Uhren und zwei Wasserstoff-Maser-Uhren. Derzeit sind drei Rubidium-Chronometer und sechs Wasserstoff-Maser-Taktgeber ausgefallen, wie die „Frankfurter Allgemeine“ unter Berufung auf den ESA-Chef schreibt.

    „Wir wissen nicht, ob wir sie wiederbeleben können“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ den deutschen Bauingenieur.

    Da jeder Satellit vier Uhren habe, seien alle der ins All gebrachten Satelliten funktionsfähig.

    „Bislang ist die Funktionsfähigkeit von Galileo nicht gefährdet“, so Wörner weiter.

    Zurzeit kreisen insgesamt 18 Galileo-Satelliten in der Erdumlaufbahn in einer Höhe von etwa 23.000 Kilometern. Jeder Satellit kostet circa 40 Millionen Euro.

    Am 17. November 2016 waren vier Galileo-Satelliten gleichzeitig mit einer französischen Trägerrakete Ariane-5 in ihre Umlaufbahn gebracht worden. Im Mai hatte eine russische Rakete Sojus-ST zwei Satelliten in den Weltraum gebracht.

    Galileo ist ein im Aufbau befindliches europäisches globales Satellitennavigations- und Zeitgebungssystem. Das Projekt im Gesamtwert von sieben Milliarden Euro soll die Europäer vom US-amerikanischen Pendant GPS unabhängig machen. Insgesamt 30 Galileo-Satelliten sollen bis 2020 ins All gebracht werden.

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    Tags:
    Uhren, Satelliten, Galileo, ESA, Jan Wörner