02:56 25 März 2017
Radio
    Technik

    Bezugsfertiges Haus mit 3D-Drucker an einem Tag in Russland erbaut - VIDEO

    Technik
    Zum Kurzlink
    1678151387

    Das russische Bauunternehmen Apis Cor hat ein einstöckiges Haus mit einem 3D-Drucker ausgedruckt, wie die offizielle Firmenseite berichtet.

    Der Bau eines 37 Quadratmeter großen einstöckigen Gebäudes dauerte weniger als einen Tag, heißt es auf der Webseite. Das neue Haus wurde in der Stadt Stupino (Gebiet Moskau) errichtet. Die additive Fertigung, umgangssprachlich auch 3D-Druck genannt, ermöglicht, Gebäude in hoher Geschwindigkeit zu bauen.

    FILES-GERMANY-AVIATION-AIRBUS-TECHNOLOGY
    © AFP 2017/ TOBIAS SCHWARZ
    Das Haus ist mit Heizung und Strom ausgestattet. Neben einem Wohnzimmer gibt es auch eine Küche und ein Bad. Laut dem Bericht lassen 3D-Technologien die Baukosten um etwa 70 Prozent niedriger ausfallen.

    Die Kosten dieses aus einem 3D-Drucker stammenden Hauses sollen den Medien zufolge 593.600 Rubel (umgerechnet rund 9.600 Euro) betragen. Demnach kostet ein Quadratmeter etwa 260 Euro. Nach Angaben der Bauingenieure der Firma könnten die Kosten noch um etwa 50 Euro niedriger pro Quadratmeter sein, wenn billigere Baumaterialien genutzt worden wären und das Haus in einer Standartform — sprich quadratisch – gebaut worden wäre.

    Apis Cor ist ein in Moskau, Irkutsk und San Francisco ansässiges Unternehmen, welches einen selbstentwickelten 3D-Drucker für Bautechnologien verwendet. Es wurde vom russischen Ingenieur Nikita Tschen-jun-taj gegründet. Das 3D-Haus war im Oktober des vorigen Jahres angekündigt und das Projekt im Dezember gestartet worden.

    Zum Thema:

    Russischer Nano-Satellit aus 3D-Drucker übermittelt erste Signale aus dem All - VIDEO
    3D-Drucker schafft neuen Rembrandt - VIDEO
    Tags:
    Baukosten, Bau, Additive Fertigung, 3D-Drucker, 3D-Haus, Apis Cor, Nikita Tschen-jun-taj, San Francisco, Irkutsk, Stupino, Gebiet Moskau, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Alle Kommentare

    • avatar
      Joesi
      Tolles Russland!
      Tolle Russen mit ihrem Erfindergeist, der im Nichts nachsteht!
      Technolgien kommen heute aus der RF!
      Die aufgezwungene Krise überstanden! Tolles Vorbild für die Welt!
      Danke!
    • Piero Doldi
      Absolut wegweisend diese Technologie. Wenn man sich eine Woche auf ein Haus gedulden würde, dann hätte man sicher noch etwas ganz Individuelles und auch noch ein Stockwerk mehr usw. Allerdings würden mich auch interessieren ob die chemischen Zusätze, die den Beton so rasch trocken und hart werden lassen, auch gesundheitsunbedenklich sind. Aber grundsätzlich schon mal ganz toll!
    • Niko Bellic
      Wenn diese Technologie bald auch im spießigen Deutschland verfügbar ist, kann sich in absehbarer Zeit fast jede Person ein Haus leisten.
    • avatar
      hvatzigenAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi,
      Kenne mich da aus in Sache Beton.
      Über 10 Jahre als Betonpumpemaschinist gearbeitet.
      Sowie kurzzeitig in der Betonwaren-Produktion,
      ebenfalls als Maschinist.
      Betontechnisch ist die Sache kein Problem.
      Ervorderlich ist eine entsprechende Betonmischung,
      diese muss Pumpfähig sein erhöhter Feinkornanteil.
      Dazu ein sog. Abbindbeschleuniger= Warmeentwicklung.
      Entscheidend ist die Beigabe von Wasser nur in dem
      masse das der Zement für den Abbindprozess benötigt.
      Der sog. W-Z. = Wasser- Zementfaktor.
      Das heisst je 100 Kg. Zement 30-35 Liter Wasser.
      Standfest wird diese Beton bei entsprechender Verarbeitung
      Zb. bei Betonwaren unmittelbar nach der Verdichtung,
      Pressen und Fibration.
      Der sog. Abbindprozess beginnt unmittelbar nach dem
      Mischprozess. Mit der Beigabe eines Abbindbeschleunigers
      kann die Betonmasse innert 10-15 Minuten nur noch
      mit Werkzeug bearbeitet werden.
      Ganz klar die Sache funktioniert wie dargestellt.
      Zu Deiner beruhigung Betonzusätze werden in der
      Regel aus Abfallprodukten hergestellt ZB. Schlachtabfälle,
      bezüglich Umweltverträglichkeit in der Regel nicht problematisch.
      Grins Zb.Wasserspeicher werden abgesehen von wenigen
      ausnahmen in Beton gefertigt, Beton ausgehärtet ist sogar Lebensmitteltauglich.
      Freundliche Grüsse
    • Wandale
      Jetzt nur noch ein Perpetuum Mobile und Russen haben ausgesorgt 😉
      Braucht ihr eins? Könnte euch eins zeigen und evtl. schenken, falls nötig.
    • AmbuyaAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, wenn einmal ausgehärtet ist er neutral.
    • Ambuya
      Ich möchte den Russen wirklich nicht die Leistung schmälern, aber das ist glaube ich gar nicht das erste "Drucker-Haus" weltweit.
      Eine andere Geschichte ist natürlich die Angewohnheit der Russen, das sie in ihren Erfindungen oder auch nur Weiterentwicklungen immer irgendwas drin haben, was das Produkt dann konkurrenzlos macht und damit sind sie letztlich doch wieder vorne.

      Mir fällt gerade auf, dass doch ein Russe das Unternehmen gegründet hat - dann haben die aber irgendwo anders etwas Einfacheres hingestellt, testhalber. Kann ja sein.
      Die Architektur hier ist jedenfalls ganz süß, diese Ähnlichkeit mit einem Propeller sieht man ja nur von oben. Da könnte man im Laufe der Zeit, so man das Geld und den Grund hat, noch eines und noch eines hinstellen, z.B. wenn Kinder kommen.
      Was mich aber am meisten erstaunt hat, ist die Größe der Teile, die man auf einmal fertigen kann. Man darf gespannt sein, was für Formen da noch auftauchen werden. Toll!
      Wahnsinnig groß ist es natürlich nicht, aber so manche Single-Wohnung ist kleiner und lange nicht so hübsch.
    • avatar
      hampi1246Antwort anAmbuya(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ambuya, Das Haus ist nicht aus einem grossen Teil gemacht. Stellen Sie sich einen Kran mit Ausleger vor. Der Ausleger ist aber so konzipert, dass er vom Boden aus in Zeitlupe nach obengefahren wird. Am Ende des Auslegers ist der Drucker angebracht. Der verarbeitet den Zement auf dem Betonfundament. Der druckt den Zement in relatif kleinen Flächen entsprechend der vom Computer errechneten Linie. Das bedeutet das Haus wächst cm um cm nach oben und cm um cm um die Grundfläche. Bei Türen und Fenstern bleigt ein Abstand, dann wirt weiter gedruckt. Und so dreht der Drucker seine Runden über dem Bau bis das Haus vertig ist. Der Drucker kann Vertikal und Horizontal arbeiten.
      Noch etwas zum besseren verständniss, der Drucker hat keine Ähnlichkeit mit Ihrem Drucker mit dem Sie Papier bedrucken.
      mfrGr
    neue Kommentare anzeigen (0)