20:54 21 November 2019
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    Künftiger MiG-Jäger soll Konkurrenz bei russischen Kampfjet-Bauern schüren

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    Während der russische Hersteller Suchoi seinen T-50-Kampfjet der 5. Generation testet, soll nun auch der Konzern MiG ein ähnliches Projekt umsetzen. Experten erläutern, wo der Unterschied zwischen den beiden Maschinen liegen könnte und warum diese Konkurrenz vorteilhaft wäre.

    Der russische TV-Sender Swesda beschäftigt sich mit der jüngsten Ankündigung von Vizepremier Dmitri Rogosin, dass der Konzern MiG ein leichtes Jagdflugzeug des 5. Generation konzipieren soll.

    Wie der Sender kommentiert, wäre eine leichte Maschine für die Kriegsmarine besser geeignet und hätte gegebenenfalls auch höhere Exportchancen im Vergleich zu schwereren Jagdflugzeugen.

    Der russische Flugzeugexperte Wladimir Karnosow erläuterte: „Kleinere Länder mit ihrem begrenzten Etat können durchaus ohne schwere Jäger wie etwa die Su-30 auskommen. Ihnen passen die MiG-21, die MiG-29 und eine mögliche Fortsetzung dieser Linie. Wahrscheinlich wird sich die Situation auch künftig kaum ändern.“

    T-50-Kampfjet
    © AFP 2019 / Kirill Kudryavtsev
    Der Sender wies auch darauf hin, dass es ein längst bewährtes Konzept gebe, laut dem die Zahl der leichten Jagdflugzeuge größer sein soll als die der schweren. Diese Maschinen können einander ergänzen.

    Das gilt, so der Bericht weiter, für die Luftstreitkräfte aller Großstaaten, darunter auch Russlands und der USA, und geht darauf zurück, dass die Kapazitäten teurer und schwerer Maschinen für manche Aufgaben überflüssig sind. Karnosow verwies auf die sowjetischen Verhältnisse, als die schwerere Su-27 und die leichtere MiG-29 quasi ein „Paar“ gebildet hatten.

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    Der russische Duma-Abgeordnete Nikolai Antoschkin, einst Kampfflieger und Held der Sowjetunion, sagte dem Sender: „Ein leichtes Jagdflugzeug ist vor allem zum Schutz nötig, das ist kein Angriffsmittel. Wahrscheinlich wird diese Maschine dieselben Aufgaben wie die T-50 lösen können – allerdings mit einer geringeren Reichweite, ohne Luftbetankung.“

    Nach Ansicht von Antoschkin zielt das angekündigte Programm unter anderem darauf ab, Flugzeuge für geplante Flugzeugträger des Projekts 23000 Schtorm zu entwickeln. Diese neue MiG-Maschine könnte auch als billigere Version der T-50 des Herstellers Suchoi betrachtet werden, hieß es.

    MiG-35 – Zukunftskampfjet der Generation 4++.
    © Sputnik / Ramil Sitdikov
    Der Sender kommentiert: „Gerade die Konkurrenz zwischen den beiden Konstruktionsbüros im Inland hatte einst die Flugzeugtechnik vorangetrieben. Der Abbruch dieser Tradition in den 1990er Jahren ging nicht etwa darauf zurück, dass sich der Suchoi-Kampfjet als besser erwies, sondern auf die damalige Finanzkrise und weitere Aspekte.“

    „Ohne diese Konkurrenz würde sich die dynamische Fortentwicklung in Sachen Kampfjets schwieriger gestalten. Es ist nicht immer richtig, lediglich mit ausländischen Maschinen zu wetteifern, denn diese werden für fremde Luftstreitkräfte konzipiert, die oft wiederum für andere Aufgaben geeignet sind“, hieß es im Kommentar des russischen TV-Senders.

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    Tags:
    MiG-29, MiG-21, T-50-Kampfjet, Suchoi, MiG, Wladimir Karnosow, Russland