08:15 28 April 2017
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    Toilettenpapier. Symbolbild

    Peking: Mit High-Tech gegen Klopapier-Klau

    © Foto: Pixabay
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    Noch vor Kurzem ist Chinas Hauptstadt vor einer Herausforderung gestanden: Der rasante Verbrauch von Toilettenpapier in öffentlichen WCs war jenseits von Gut und Böse. Mit ungewöhnlichen Mitteln haben die Stadtväter die Lage nun gerettet, berichtet die britische Zeitung „The Telegraph“.

    Manchmal sei eine Rolle WC-Papier schon nach 20 Minuten verbraucht gewesen, sagen Mitarbeiter der öffentlichen Toiletten im Tiantan Park in Peking laut der Zeitung. Nun sei der Verbrauch innerhalb von drei Tagen um das Fünffache zurückgegangen.

    Gelungen sei dies durch den Einsatz von Gesichtserkennungsgeräten, mit denen die Klohäuschen in dem Park ausgestattet worden seien, schreibt das Blatt. Jetzt müssen die Besucher erst ihr Gesicht scannen lassen, um Klopapier zu bekommen. Ganze 60 Zentimeter davon spucke der Automat nach der Gesichtserkennung aus. Ein weiteres Stück sei erst nach neun Minuten zu bekommen. Diebstahl oder Missbrauch von dem öffentlichen Gut seien damit ausgeschlossen.

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    Die Parkbesucher fassen indes die neue Technologie mit gemischten Gefühlen auf. 30 Sekunden müsse man warten, bis das Gerät das Papier bereitstelle. Das sei in einer „Notsituation“ kaum auszuhalten, sagen die einen. Für die anderen kommen die Menschenrechte bei der ganzen Sache zu kurz: Schließlich habe ja jeder ein Recht auf Privatsphäre. 

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    Tags:
    Diebstahl, Toilettenpapier, WC, Peking, China