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    Der atomgetriebene Raketenkreuzer „Admiral Nachimow“ (Archivbild)

    Raketen-Kreuzer verstärkt russische Marine bis 2020

    © Sputnik/ Oleg Lastochkin
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    Der atomgetriebene Raketenkreuzer „Admiral Nachimow“ soll bis 2020 in den Gefechtsbestand der russischen Marine eingeführt werden, wie der Oberbefehlshaber der Seestreitkräfte, Admiral Wladimir Koroljow, der Armeezeitung „Krasnaja Swesda“ mitteilte.

    Demnach erfolgt die Umrüstung der russischen Marine „logisch und plangemäß“. Das betreffe sowohl Trägermittel als auch Waffensysteme, die Modernisierung der Atom-U-Boot-Projekte 949 und 971 sowie weiterer Kriegsschiffe. „Insbesondere erhalten wir im Jahr 2020 den erneuerten atomgetriebenen Kreuzer ‚Admiral Nachimow‘“, so Koroljow.

    Der Kreuzer soll ihm zufolge der erste Träger der neuen Hyperschallraketen Zirkon werden. Der Vertrag über Entwicklung und Montage der neuen Startanlagen sei 2015 geschlossen worden. Das Schiff soll zehn universale Senkrechtstartanlagen für 80 Seezielflugkörper des Typs Kalibr, Oniks und Zirkon bekommen. Die „Admiral  Nachimow“ der Kirow-Klasse werde somit sogar das Flaggschiff der russischen Nordflotte, den Kreuzer „Pjotr Weliki“, in der Schlagkraft um das Vierfache übertreffen können. Übrigens soll dieser Kreuzer später in den Docks des russischen Herstellers „Sewmasch“ ebenfalls mit Startanlagen für die Zirkon-Seezielflugkörper ausgerüstet werden.

    Das große Plus des Seezielflugkörpers Zirkon besteht laut dem Admiral in der Hyperschallgeschwindigkeit, die bis zu acht Mach erreicht, sodass die Flugabwehrsysteme nicht rechtzeitig reagieren können. Wie bei früheren Erzeugnissen des Konstruktionsbüros in Reutowo bei Moskau seien die Zirkon-Raketen vor allem eine Waffe gegen feindliche Flugzeugträger, was deren Besitzer natürlich beunruhige.

    Die Reichweite der Rakete soll bis zu 1000 Kilometer erreichen. Und ein „Raketen-Cocktail“  zusammen mit Oniks-Seezielflugkörpern und Marschflugkörpern Kalibr erlaube es der russischen Marine, das Beste für jede gestellte Aufgabe herauszuholen.

    Der schwere atomgetriebene Raketenkreuzer „Admiral Nachimow“ wurde nach der Kiellegung im Jahr 1983 Ende 1988, noch unter dem Namen „Kalinin“, in den Bestand der sowjetischen Marine aufgenommen. 1992 wurde er in „Admiral Nachimow“ umbenannt. Seit 1999 befindet er sich im Dock des Herstellers „Sewmasch“ in Sewerodwinsk zur Modernisierung, die allerdings erst 2013 wirklich begonnen hatte. Bis 2020 soll das Schiff modernisiert und wieder voll einsatzfähig sein.

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    Hyperschallrakete, Rüstung, Raketenkreuzer Admiral Nachimow, Russlands Seestreitkräfte, Russland