04:17 16 Dezember 2019
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    Russische Kriegsschife

    Russlands Marine wird „kalibriert“: Neue Waffe erhöht die Möglichkeiten enorm

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    Die russische Kriegsmarine wird immer aktiver mit Marschflugkörpern des Typs Kalibr ausgestattet. Diese Waffe bekommen einem Medienbericht zufolge nicht nur neugebaute, sondern auch modernisierte Kampfschiffe und Jagd-U-Boote.

    Der russische TV-Sender Swesda titelt in seiner Onlineausgabe: „Großes ‚Kalibrieren‘ der Kriegsmarine“. Er weist darauf hin, dass kleinere Raketenschiffe der Bujan-M-Klasse sowie Wachschiffe der Gepard-Klasse bereits über Kalibr-Raketen verfügen. Im Oktober 2015 hatten sie ihre Effizienz unter Beweis gestellt, und zwar durch ihren damaligen Raketenangriff vom Kaspischen Meer aus gegen die Dschihadisten in Syrien. Auch kleinere Raketenschiffe des Projekts 22800 Karakurt, die jetzt gebaut werden, sollen mit Kalibr-Marschflugkörpern ausgerüstet werden.

    Der Sender kommentiert:

    „Schiffsverbände, die für Marine-Verhältnisse relativ klein sind, sollen bei Bedarf in der Lage sein, schnelle Vorstöße in naheliegenden Meeresgebieten zu absolvieren, ihre Waffen einzusetzen und ebenso schnell an ihre Standorte zurückzukehren. Für Missionen in abgelegenen Gebieten hat die russische Kriegsflotte Fregatten des Projekts 11356 parat, die wiederum mit Kalibr-NK-Raketen ausgestattet sind. Solche Raketen sollen auch Fregatten des Projekts 22350 zur Verfügung stehen, die ebenfalls für Missionen in weit entfernten Gebieten geeignet sind.“

    Auch der atomgetriebene Lenkwaffenkreuzer „Admiral Nachimow“, der jetzt modernisiert wird, könnte nicht nur Hyperschall-Raketen Zirkon, sondern auch Kalibr-Marschflugkörper erhalten, berichtet der Sender unter Berufung auf Fachleute.

    Einsatz russischer Kalibr-Marschflugkörper gegen Objekte der Terrormiliz Fatah al-Scham in Syrien
    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation
    Kalibr-Raketen, so der Bericht weiter, werden außerdem auf dieselelektrischen U-Booten des Projekts 636.3 platziert. Das erste U-Boot dieser Klasse, das solche Marschflugkörper unmittelbar einsetzte, war die „Rostow-am-Don“: Sie nahm im Dezember 2015 vom Mittelmeer aus syrische IS-Stellungen unter Beschuss.

    In Betracht kommt nach Angaben des Senders auch eine Erweiterung der Kampfmöglichkeiten atomgetriebener Jagd-U-Boote des Projekts 949A – im Zuge der Modernisierung sollen sie typenoffene Startvorrichtungen bekommen, um Kalibr-PL-Raketen abfeuern zu können: „Die gleichen Raketensysteme wurden ausgewählt, um die modernsten atomgetriebenen Jagd-U-Boote der Jassen- und Jassen-M-Klasse auszurüsten.“

    Der Sender kommentiert, die groß angelegte Umrüstung der russischen Kriegsflotte erhöhe drastisch deren Möglichkeiten. Dies bedeute auch neue Akzente im Hinblick auf die Kampfaufgaben: „U-Boote, Fregatten und weitere Kriegsschiffe sind nun nicht lediglich dafür geeignet, Zerstörer und Flugzeugträger zu jagen. Sie sollen vielseitig einsetzbar sein, um beliebige Objekte ins Visier nehmen zu können.“

    Auch vier Jagd-U-Boote des Projekts 971 sollen auf Kalibr-Raketen „umsteigen“ – ein entsprechendes Modernisierungsprogramm wurde bereits besiegelt, wie der Sender weiter berichtet.

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    Tags:
    Raketenkreuzer, U-Boot, Marine, Kalibr-Rakete, Russland