17:08 19 Januar 2020
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    Die britischen U-Boote, mit dem Raketensystem Trident mit Atomsprengköpfen ausgerüsteten sind, sind durch mögliche Cyberangriffe verwundbar, wie die Zeitung „The Guardian“ unter Berufung auf einen Bericht des Britisch-amerikanischen Rates für Informationssicherheit BASIC berichtet. Dies könne zum Verlust der Kontrolle über ihr Atomarsenal führen.

    „Die U-Boote im Bereitschaftsdienst haben zweifelsohne keine Internet-Verbindung, außer den Momenten, in denen diese Informationen von außen erhalten“, heißt es in dem Dokument. „Deswegen erklären die Beamten gelegentlich, dass die Tridents vor einem Hackerangriff geschützt sind. Diese (Erklärungen – Anm. D. Red.) sind jedoch von vornherein falsch.“

    Somit können diese U-Boote Experten zufolge zum Beispiel während ihrer Wartung im Stützpunkt Faslane-on-Clyde in Schottland von Hackern angegriffen werden.

    Das gesamte Atomarsenal Großbritanniens ist auf vier U-Booten vom Typ Vanguard verteilt, die im Stützpunkt Faslane-on-Clyde nordwestlich der schottischen Stadt Glasgow stationiert sind. Die britische Regierung will all ihre nuklearen Abschreckungskräfte modernisieren. Im Rahmen dieses Projektes soll eine neue, aus vier zusätzlichen mit Trident-Raketen ausgerüsteten U-Booten bestehende U-Bootflotte gebildet werden. Für das Projekt sind Haushaltsausgaben in Höhe von etwa 31 Milliarden Pfund Sterling (circa 35 Milliarden Euro) vorgesehen.

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