09:59 13 Dezember 2017
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    Top 7 russischer Waffen in Syrien - FOTOs

    © Sputnik/ Vitaliy Ankov
    Technik
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    Allein im Jahr 2016 sind in Syrien mehr als 200 russische Waffen unter realen Kriegsbedingungen erfolgreich eingesetzt worden. Die Website svpressa.ru veröffentlichte eine Shortlist der neuesten russischen Waffen, deren Premiere in Syrien stattgefunden hat.

    1. Mehrzweck-Kampfjet Su-35S

    Mehrzweck-Kampfjet Su-35S
    © Sputnik/ Witaly Ankow
    Mehrzweck-Kampfjet Su-35S

    Su-35S, der supermanövrierfähige Mehrzweck-Kampfjet der Generation 4++. Nur bei zwei von insgesamt 14 Merkmalen entspricht diese Maschine nicht den Anforderungen an einen Kampfjet fünfter Generation: Sie hat keine Tarnkappe und keinen  Phasen-Array-Radar. Nach einigen Merkmalen ist dieser Kampfjet besser als die US-Flugzeuge F-22 und F-35, die der fünften Generation angehören. Zum Beispiel bei der Manövrierfähigkeit ist er der „Weltmeister“.

    Russischer Jagdbomber Su-34
    © Foto: Verteidigungsministerium Russlands
    Die Su-35S ist für die Bekämpfung sowohl von Boden- als auch von Luftzielen geeignet. Im Nahkampf ist diese Maschine unschlagbar und kann gegnerische Objekte auch aus größerer Entfernung angreifen, indem R-37-Raketen mit einer Reichweite von 300 Kilometern eingesetzt werden. Sie kann auch gegen Tarnkappenflugzeuge erfolgreich kämpfen, denn gepaart mit einem AWACS-Flugzeug hat die Su-35S eine hervorragende Suchreichweite. Zum Vergleich: Die Reichweite der Luft-Luft-Raketen der F-22 beträgt 180 Kilometer.

    Genauso effizient wurden S-35S-Maschinen in Syrien auch als Bomber eingesetzt, wobei sie IS-Stellungen und  Kolonnen des IS mit Ölbehältern vernichteten. Die Reichweite der Ch-59-Rakete mit einem Zielsuchkopf, die elektronischen Kampfmitteln erfolgreich widerstehen kann, liegt bei 285 Kilometern. Angesichts dessen muss diese Maschine nicht in Gebiete fliegen, in denen sie von Luftabwehrraketen getroffen werden könnte. Die Reichweite der US-Raketen Patriot liegt beispielsweise bei nur 80 Kilometern. Und dass Terroristen über ähnliche Waffen verfügen, ist völlig ausgeschlossen.

    2. Rakete Ch-101

    Rakete X-101
    © Sputnik/ Verteidigungsministerium Russlands
    Rakete X-101

    Raketen des Typs Ch-101, die 2013 in die Bewaffnung aufgenommen wurden, sind die wichtigste Waffe der russischen strategischen Bomber Tu-95 und Tu-160.  Ihre Reichweite liegt bei 5500 Kilometern, wobei ihre Abweichung vom Ziel bei höchstens fünf Metern liegt. Diese Schusspräzision wurde dank eines kombinierten Fluglenksystems ermöglicht.

    Es gibt das traditionelle Trägheitssystem. Dabei werden die optisch-elektronische Korrektur sowie andere Mechanismen eingesetzt, deren Einzelheiten geheim gehalten werden. Diese Raketen können sowohl gegen unbewegliche als auch gegen bewegliche Ziele eingesetzt werden. Im letzteren Fall erreicht die Abweichung vom Ziel allerdings bis zu zehn Meter.  Aber auch diese Genauigkeit ist ausreichend, wenn man bedenkt, dass der Raketensprengkopf 400 Kilogramm schwer ist. Es gibt auch die Ch-102-Modifikation mit einem Atomsprengkopf, dessen Stärke 450 Kilotonnen beträgt.

    3. Flugbombe KAB-500S

    Flugbombe KAB-500S (im Hintergrund Kampfdrohne Rochen)
    © Sputnik/ Anton Denissow
    Flugbombe KAB-500S (im Hintergrund Kampfdrohne "Rochen")

    Der Gleitflug der lenkbaren Flugbombe KAB-500S kann 15 Kilometer lang sein. Dabei liegt ihre Abweichung vom Ziel bei höchstens sieben Metern. Die Zielzuweisung erfolgt mithilfe des GLONASS-Systems. In Syrien wurden mit KAB-500S-Bomben  Kampfjets Su-24M und Su-34 ausgerüstet. Dabei wurde ihre hohe Effizienz unter Beweis gestellt. So wurden im Oktober 2015 bei einem Angriff auf IS-Stellungen mit einer Bombe gleich nahezu 200 Terroristen vernichtet.

    4. Marschflugkörper „Kalibr“

    Marine Marschflugkörper Kalibr auf der russischen Fregatte Admiral Grigorowitsch (Archivbild)
    © Sputnik/ Witlaij Timkiw
    Marine Marschflugkörper Kalibr auf der russischen Fregatte "Admiral Grigorowitsch" (Archivbild)

    Der Einsatz von Marschflugkörpern „Kalibr“ wurde zu einer internationalen Sensation, als sie von einem Schiff im Kaspischen Meer abgefeuert wurden. Die Raketen flogen über 1500 Kilometer und trafen die zuvor bestimmten Ziele. Im Westen hatte man bis dahin nicht geglaubt, dass Russland solche Waffen hat, weil die maximale Reichweite der „Kalibr“-Raketen, die Russland damals an Indien verkaufte, auf 300 Kilometer beschränkt war. Dabei verfügt die russische Armee über „Kalibr“-Marschflugkörper mit einer Flugweite von 2600 Kilometern.

    Kalibr-Start
    © Sputnik/ Verteidigungsministerium Russlands
    Bei „Kalibr“ handelt es sich um eine komplette Raketengattung. Manche von ihnen sind für Angriffe auf die Küstenlinie und manche für die Bekämpfung von Kriegsschiffen geeignet. Mit „Kalibr-PL“-Raketen werden U-Boote ausgerüstet, wobei sie aus standardmäßigen Torpedorohren (533-Millimeter-Kaliber) abgefeuert werden können. Sie sind für Angriffe auf Küste, Schiffe und U-Boote geeignet.

    Über einmalige Möglichkeiten zur Überwindung der Luftabwehr verfügen Raketen „Kalibr“ E3M-54. Der ganze Flug einer solchen Rakete kann in einer Höhe von nur 20 Metern über dem Meer verlaufen, wobei der Seegang 7 Punkte erreichen kann. Dabei erfolgt der Flug mit einer Unterschallgeschwindigkeit. Unmittelbar vor dem Ziel, wo die gegnerische Luftabwehr funktioniert, sinkt die Flughöhe auf zehn Meter. Bei der Entwicklung solcher Raketen werden Stealth-Technologien angewendet.

    5. Flammenwerfersystem TOS-1A „Solnzepjok“

    Flammenwerfersystem TOS-1A „Solnzepjok“
    © Sputnik/ Ewgenij Bijatow
    Flammenwerfersystem TOS-1A „Solnzepjok“

    Bei dem schweren Flammenwerfersystem TOS-1A „Solnzepjok“ handelt es sich um ein reaktives System, das nach dem Schussmechanismus großenteils mit reaktiven Mehrfachraketensystemen übereinstimmt. Sie unterscheiden sich nur nach der „Füllung“ der abzufeuernden Geschosse. In diesem Fall ist das ein selbstzündendes Gemisch mit einer hohen Brenntemperatur und einer großen Vernichtungsfläche. Es gibt thermobarische Bomben, die nach dem Prinzip der Vakuumbombe funktionieren und diverse Bauten des Gegners, darunter unterirdische Bunker, zerstören können.

    6. Radioelektronischer Kampfkomplex „Krassucha-4“

    Der radioelektronische Kampfkomplex „Krassucha-4“
    © Sputnik/ Pawel Lisitsyn
    Der radioelektronische Kampfkomplex „Krassucha-4“

    Der radioelektronische Kampfkomplex „Krassucha-4“ kann gegnerische Spionagesatelliten, Radare und AWACS-Systeme, Kommunikations- und Verwaltungssysteme aus einer Entfernung von 300 Kilometern eindämmen, so dass Russlands Waffen absolut unsichtbar werden. Außerdem kann „Krassucha-4“ als Offensivwaffe gegen gegnerische Radare und Kommunikationssysteme eingesetzt werden, indem er unter anderem Lenksysteme von Drohnen blockiert.

    Über diese Systeme beklagten sich amerikanische Militärs öfter, weil ihre Beobachtungs- und Kommunikationsmittel in einer Entfernung von 200 Kilometern von Latakia auf einmal quasi nutzlos wurden.

    7. Reaktives Geschoss "Krasnopol"

    Lenkbares Geschoss „Krasnopol“
    Lenkbares Geschoss „Krasnopol“

    Die hochpräzisen reaktiven lenkbaren Geschosse „Krasnopol“ (152-Millimeter-Kaliber) haben eine einmalige Reichweite und Präzision. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ziel aus 25 Kilometern Entfernung getroffen wird, beträgt 97 Prozent. Die maximale Reichweite liegt bei 70 Kilometern.

    Die Schusspräzision wird durch die Laserbeleuchtung des Ziels erreicht. Das Geschoss hat vier Stabilisierungsflossen und aerodynamische Nasenlenker, die sich nach dem Abfeuern entfalten. Nahezu während des ganzen Fluges wird es auf das Ziel inertial angewiesen, wozu ein eingebauter Kreisel dient.  Etwa 2,5 Kilometer vor dem Ziel wird die Laserbeleuchtung eingeschaltet, und der Flug wird sofort korrigiert, damit das Ziel maximal präzise getroffen wird.  „Krasnopol“-Geschosse können sogar Ziele treffen, die sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 36 km/h bewegen, also Raupentechnik.

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    Tags:
    Waffen, Solnzepjok, Krassucha-4, Su-35S, Kalibr-Rakete, Unterschallrakete X-101, Verteidigungsministerium Russlands, Syrien, Russland
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