14:56 20 Februar 2018
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    Die Radaranlage Podljot K1 kann auch tieffliegende Ziele orten und ist resistent gegen elektronische Kampfführung. Hier auf der Messe Army 2016 bei Moskau

    Russland stellt neue Radare in Dienst: Luftraumverletzungen drastisch zurückgegangen

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    Russlands Funktechnische Truppen haben nach eigenen Angaben neue Aufklärungssysteme in Dienst gestellt, mit denen sie nicht nur den Luftraum überwachen, sondern auch ins All blicken können. Als Folge ist die Zahl der Luftraumverletzungen drastisch zurückgegangen.

    Die Funktechnischen Truppen seien jetzt in der Lage, „Flugobjekte aller Klassen mit hoher Sicherheit zu entdecken“, teilte der Befehlshaber der Truppen, General Andrej Koban, am Samstag laut russischen Medien mit.

    Nach seinen Worten lassen sich tieffliegende und kleine Ziele wie Drohnen am schwersten lokalisieren. „Aber wir haben schon Mittel, um solche Objekte zu orten.“

    „Wir arbeiten jetzt sehr wirksam gegen Verletzungen der Staatsgrenze“, so der General weiter. Als Ergebnis sei die Zahl der Verletzungen des russischen Luftraums im Vergleich zu den früheren Jahren drastisch zurückgegangen.

    So hätten die Funktechnischen Truppen, die eigentlich zur Überwachung von Starts und Landungen bestimmt sind, im vergangenen Jahr nur noch 16 solche Vorfälle im russischen Luftraum registriert. „Früher hat es aber Hunderte gegeben.“

    Darüber hinaus seien im vergangenen Jahr mehr als 2.000 ausländische Militärflugzeuge, darunter auch rund 800 Spionagejets, lokalisiert und mit Radaren begleitet worden, sagte Koban ohne Einzelheiten zu nenen.

    Ende Mai hatte Verteidigungsminister Sergej Schoigu mitteteilt, dass die russischen Grenzen — erstmals seit dem Ende der UdSSR — wieder lückenlos mit Frühwarnradaren geschützt seien.

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