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11:15 18 Juli 2019
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    Langstreckenbomber Tu-160 (Archivbild)

    Weißer Schwan 2.0: Neue Bomberversion ist gegen alle Raketen gewappnet

    © AP Photo / Misha Japaridze
    Technik
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    Ein Paar Jahre muss der Langstreckenbomber Tu-160 „Weißer Schwan“ der russischen Luftwaffe noch dienen, dann kommt der Ersatz. Eine Besonderheit seines Nachfolgers: Er wird gegen alle Arten von Raketen geschützt sein, wie die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ berichtet.

    Seit über drei Jahrzehnten bewährt sich der Langstreckenbomber Tu-160 bei der russischen Luftwaffe und hat immer noch Potential. Ein Flugzeug eben, das seiner Zeit voraus sei und die Möglichkeiten seiner Konstruktion noch nicht ausgeschöpft habe, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

    Eben deshalb behält der Nachfolger des „Weißen Schwans“, die Tu-160M2, dessen bewährtes Gewand: Die Tragflächen, den Rumpf und die Triebwerksaufhängung. Aber: Die Elektronik werde von Grund auf neuentwickelt und an neue Aufgaben ausgerichtet, sagte Wladimir Michejew, Vize-Generaldirektor des Elektronik-Herstellers KRET. Nach 2021 soll dieser Bomber-Typ in Serie gehen.

    „Die Maschine erhält ein komplett neues Schutzsystem. Es wird Gefahren in mehreren Hundert Kilometern erkennen und alle Arten von Raketen abwehren können“, so der Vize-Unternehmenschef laut dem Blatt.

    Außerdem soll der „Weiße Schwann 2.0“ mit einem hochpräzisen Navigationssystem ausgerüstet werden. Dieses soll die Vorteile eines inerten und eines satellitengestützten Navigationssystems kombinieren.

    Das russische Verteidigungsministerium will laut der Zeitung ein einheitliches Navigationssystem, das nach der Tu-160M2 auch für den russischen Zukunftsbomber PAK DA weiterentwickelt werden kann.

    Die Tu-160, Codename: Black Jack, ist das größte bislang je gebaute Überschallflugzeug. Der Bomber kann bis zu zwölf Marschflugkörper in seinem Waffenschacht aufnehmen und hat eine Reichweite mit Luftbetankung von 14.000 Kilometern, etwa so viel wie ein Jumbo-Jet.

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    Tags:
    Langstreckenbomber, Modernisierung, Tu-160M2, Verteidigungsministerium Russlands, Sergej Schoigu, Russland