00:59 27 Januar 2020
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    Russland modernisiert seinen Raketenschild. Dafür stellt das Verteidigungsministerium entlang der Landesgrenzen neue Frühwarnstationen auf – ein harter Brocken für die USA, wie der Militärexperte Alexej Leonkow im Sputnik-Interview erklärt.

    Marschflugkörper greifen aus mehreren Dutzend Metern Höhe an, ein gewöhnliches Radar erfasst sie erst, wenn es für Gegenmaßnahmen fast zu spät ist.

    Doch die Radarstationen vom Typ „Woronesch“ schlagen im Falle eines Angriffs rechtzeitig Alarm. Mehrere davon stehen schon in den Diensten der russischen Armee. Jetzt werden sie modernisiert und auf den Standard „Woronesch WP“ gebracht. Dafür werden die existierenden Stationen um zusätzliche Antennen und Module erweitert.

    „Diese Stationen sind modular konzipiert. Der russische Technologiekonzern RTI Systems hat sie entwickelt. Dank dieser Bauweise werden die Stationen so modelliert, dass sie mit mehreren Frequenzen gleichzeitig arbeiten können: im Meter-/Dezimeter- oder im Dezimeter-/Zentimeterbereich“, erklärte Alexej Leonkow, Chefredakteur eines russischen Fachblatts für Militärtechnik.

    Neben der Modernisierung bereits eingesetzter Radarstationen werden ihm zufolge derzeit auch neue Stationen dieses Modells aufgestellt. Außerdem soll das russische Militär bald die neueste Variante dieses Radars — „Woronesch SM“ – erhalten.

    „Dieses Radar arbeitet im Zentimeterbereich. Derzeit wird es entwickelt und geht voraussichtlich 2020 in Serie“, sagt der Fachmann. „Die Amerikaner reagieren darauf jetzt schon mit sichtlicher Nervosität, weil ihre unsichtbaren Stealth-Jets dadurch plötzlich ganz schön sichtbar werden. Dabei haben die Stealth-Programme Milliarden US-Dollar gekostet.“

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    Flugkörper, Experte, Luftabwehr, Radaranlage Woronesch, Russland