Widgets Magazine
15:36 22 Oktober 2019
SNA Radio
    Su-25 verlässt russische Militärbasis Hmeimim in Syrien (Archivbild)

    Der „fliegende Panzer“ Su-25: Ein besseres Flugzeug ist nicht zu finden – Fachblatt

    © Sputnik / Wadim Grischankin
    Technik
    Zum Kurzlink
    7026917
    Abonnieren

    Der russische Jagdbomber Su-25 kämpft zwar in einer anderen Gewichtsklasse als sein US-Gegner A-10 Thunderbolt. Doch hat er in vielen Erdteilen schon gezeigt, was er draufhat. Und während der Amerikaner in fünf Jahren in Rente geht, denkt der russische Panzerknacker nicht mal ans Aufhören, berichtet das Fachblatt „The National Interest“.

    Das russische Sturmflugzeug Il-2 war im Zweiten Weltkrieg ebenso berühmt wie gefürchtet. Mit Bordkanone, Bomben und Raketen jagte die robuste Propellermaschine deutsche Panzer und konnte dabei auch Direktbeschuss wegstecken, so das Fachmagazin. Ein würdiger Nachfolger dieser Legende fand sich erst Jahrzehnte später.

    Die sowjetische Luftwaffe wollte einen kleinen Bomber für den Erdkampf, sollte es einmal zum Showdown zwischen der Nato und dem Warschauer Pakt kommen. Der Jagdbomber sollte dann die Panzerarmada des Gegners im Zaum halten und die Sowjetinfanteristen unterstützen. Das bedeutete also: Das Flugzeug sollte relativ tief über das Schlachtfeld fliegen – dabei langsam genug, um den Gegner auszuspähen und die Maschine für die Attacke in die richtige Position zu bringen.

    1978 ging der Jagdbomber Su-25 in Serie, damals noch in den Flugzeugwerken der georgischen Hauptstadt Tiflis. Wenige Jahre zuvor war bereits die US-amerikanische A-10 Thunderbolt einsatzreif. Von seinem Einsatzprofil her ähnelt der Russe zwar dem Thunderbolt, ist aber kleiner und leichter. Das hat Folgen für die Waffenlast: 3.700 Kilogramm nimmt die Su-25 auf, der US-Amerikaner trägt ganze 7.000 Kilo. Auch bei der Reichweite und somit bei der Einsatzdauer ist die Thunderbolt der Su-25 überlegen.

    Welchen Vorteil hat der russische Jagdbomber dann? Das Fachblatt schreibt:

    „Seit Herbst 2015 setzt Russland ein Dutzend modernisierter Su-25SM in Syrien zur Unterstützung der Regierungstruppen ein. Viele Beobachter stellten fest, dass gerade dieses Flugzeug für die direkte Luftunterstützung am besten geeignet ist.“

    Zwar sei es höchst eindrucksvoll, hochmoderne Jagdflugzeuge in Aktion zu sehen, doch in vielen Fällen sei gerade der unscheinbare russische Bomber entscheidend gewesen, schreibt die Zeitschrift. Denn die Su-25 setze vor allem auf ungelenkte Raketen, Streumunition und lasergelenkte Bomben.

    Seit den 2000er Jahren werde dieses Flugzeug kontinuierlich modernisiert. Die neuere Su-25SM „nutzt Satellitennavigation, hat ein Head-Up-Display, eine Radarwarnanlage und weitere Elektronik. Außerdem kann sie Luft-Luft-Raketen kleiner Reichweite einsetzen und Bomben per Laserstrahl ins Ziel bringen“, schreibt das Blatt.

    Die neuste Version, die Su-25SM3, könne nun auch mit Anti-Radar-Lenkwaffen X-58 bestückt werden, um die gegnerische Flugabwehr auszuschalten. Denn ohne effektive Maßnahmen gegen das gegnerische Radar seien tieffliegende Maschinen sehr verwundbar, was auch zahlreiche Verluste der Su-25 gezeigt hätten.

    Und so bleibt der russische Jagdbomber weltweit eine gefragte Maschine – wegen ihrer Schlagkraft gegen Bodenziele und ihrer hohen Überlebensfähigkeit. Dass die Su-25 das kann, hat sie bereits auf dem Balkan, in einigen Ländern Afrikas und nicht zuletzt im Nahen Osten demonstriert, so die Zeitschrift abschließend.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Fotos geheimer russischer Armeesatelliten publik gemacht – Medien
    Arktis: Russischer Atomkreuzer greift U-Boot an
    „Neuer“ ukrainischer Armee-Lkw ist eins-zu-eins-Kopie von US-Militärwagen
    Tags:
    Waffen, Su-25SM3, Il-2, Jagdflugzeug A-10 Thunderbolt, Su-25, US-Luftstreitkräfte, Luftstreitkräfte Russlands, USA, Russland