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17:20 19 Oktober 2019
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    Teststart einer seegestützten Interkontinental-Rakete des Typs BulawaTeststart einer seegestützten Interkontinental-Rakete des Typs Bulawa

    „Praktisch keine unerreichbaren Ziele“ für russische Marine mit Bulawa-Raketen

    © Sputnik / Ministry of defence of the Russian Federation © Sputnik / Verteidigungsministerium von Russland
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    Nach dem erfolgreichen Teststart einer seegestützten Interkontinental-Rakete des Typs Bulawa loben Militärexperten sie als starken Trumpf der russischen Kriegsmarine und sprechen von einer Botschaft an den Westen.

    ​Teststart der Interkontinental-Rakete des Typs Bulawa

    Juri Jurtschenko, Held Russlands und Kapitän zur See a.D., sagte am Dienstag dem TV-Sender Swesda, die Balawa-Rakete sei eine sehr starke Waffe:

    „Unsere U-Boote, die mit diesen Raketen ausgerüstet sind, können in jedem Gebiet des Weltmeeres ihren Kampfdienst absolvieren. Vor diesem Hintergrund gibt es praktisch keine Ziele, die für sie unerreichbar wären.“

    Im Vergleich zur ursprünglichen Pannenserie vor rund zehn Jahren habe sich die Situation deutlich geändert. Seit 2010 seien praktisch alle Teststarts mit einer Ausnahme erfolgreich verlaufen, hieß es.

    Es sei auch wichtig, dass die Raketen im Laufe der Tests von mindestens vier verschiedenen U-Booten abgefeuert worden seien. Es gebe also genug Besatzungen, die fähig seien, diese Waffe gekonnt einzusetzen, betonte Jurtschenko.

    Oberst a.D. Viktor Baranez sagte in einem Gespräch mit Sputnik: „Der jüngste Teststart einer seegestützten ballistischen Bulawa-Rakete zeugt davon, dass sich dieses Projekt erfolgreich weiterentwickelt. Das ist eine sehr mächtige und ernstzunehmende Waffe, die in Konstrukteuren-Qualen zustande gekommen ist.“

    „Im Westen verfolgt man sehr aufmerksam das Testprogramm dieser Waffe (…) Wie es mir scheint, war das eine gewisse Botschaft an den Westen, dass Russland die Einsatzbereitschaft seiner Kriegsflotte sowie seiner Armee aufrechterhält; dass die Marine neue Waffen bekommt“, so Baranez.

    Am Montag hatte das russische Verteidigungsministerium einen erfolgreichen Teststart einer Bulawa-Rakete gemeldet. Diese wurde vom Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ abgefeuert. Es handelte sich dabei um einen Unterwasserstart. Die von der Barentssee aus gestartete Rakete traf planmäßig die vorgegebenen Ziele auf der russischen Halbinsel Kamtschatka.

    Die 2008 vom Stapel gelassene „Juri Dolgoruki“ ist das Typschiff des Projekts 955 Borej. Bis 2020 sollen insgesamt acht solche Atom-U-Boote in Dienst gestellt werden. Jedes davon kann 16 Bulawa-Raketen an Bord nehmen.

    Die Bulawa ist eine Dreistufenrakete mit einem Startgewicht von mehr als 36 Tonnen und mit einer Reichweite von mehr als 8.000 Kilometern. Ihr Startcontainer ist zwölf Meter lang und hat einen Zwei-Meter-Durchmesser. Jede Rakete kann zehn individuell gesteuerte Atomsprengköpfe tragen.

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    Tags:
    U-Boot Juri Dolgoruki, Bulawa-Rakete, Raketentest, Streitkräfte der Russischen Föderation, Russland