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    Russisches U-Boot-Abwehr-Flugzeug Il-38

    „Gefährlicher als jeder Torpedo“: Russland zeigt schwimmende Anti-U-Boot-Bombe

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    Auf der Internationalen Marinemesse in Sankt Petersburg ist ausländischen Militärs erstmals die russische U-Boot-Abwehrbombe Sagon-2E präsentiert worden. Das Zeichen „E“ bedeutet, dass die Hochpräzisionswaffe exportiert werden soll, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“.

    Die Fliegerbombe Sagon 2E wird mit einem Fallschirm aufs Wasser abgeworfen. Das Hauptmerkmal dieser Waffen ist ihre Geräuschlosigkeit und Fähigkeit, bis zu vier Minuten lang auf der Wasseroberfläche zu schwimmen. In dieser Zeit jagt die Fliegerbombe mithilfe eines akustischen Zielsuchkopfes nach gegnerischen U-Booten. Sie kann Ziele in einer Tiefe von bis zu 600 Metern orten.

    Der akustische Zielsuchkopf der Fliegerbombe Sagon2E funktioniert nach einem Ortungssystem, sendet ein Signal und reagiert bei Resonanzen aus dem Wasser.

    Eine Bombe mit rund 35 Kilogramm TNT würde ausreichen, um jeden Körper eines U-Boots zu durchbrechen. Dabei versteht der Gegner nicht, was geschehen ist, weil die Fliegerbombe Sagon2E keinen Antrieb hat. Die Bombe funktioniert de facto unter seinem Gewicht und ist absolut geräuschlos. Dabei fällt sie mit einer großen Geschwindigkeit – 18 Meter pro Sekunde. Gerade deswegen ist diese Bombe gefährlicher als jeder Torpedo.

    „Die Entwickler haben es geschafft, die Treff-Effizienz von Sagon2E beinahe um das Dreifache zu erhöhen. Im Vergleich zur Fliegerbombe Sagon-1 sind die Kosten für die Erfüllung der Kampfaufgabe um das Dreifache gesunken“, hieß es in der Pressemitteilung der Firma „Techmasch“.

    Das Gewicht der Bombe liegt bei 120 Kilogramm. Sie hat eine Länge von 1,5 Metern und ein Kaliber von 232 Millimetern. Die Fliegerbombe ist mit einem Selbstvernichtungsmechanismus ausgestattet, sollte das geortete Ziel in einem vorgegebenen Zeitraum verfehlt werden.

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    Tags:
    Bombe, U-Boot, IL-38, Russland