19:27 05 Juli 2020
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    Der russische Vizepremier Dmitri Rogosin hat anderen Ländern empfohlen, die russischen Mittelstreckenjets vom Typ MS-21 zu kaufen. Sie sollen damit das Flugzeug in den „souveränen“ Besitz bekommen und die Gefahr vermeiden, dass seine Bordelektronik via Satellit vom Hersteller abgeschaltet wird.

    Laut Rogosin mischt sich die Politik immer ein, wenn es sich um Export handelt. „Die führenden westlichen Flugzeugshersteller drängen dem Markt oft eigene Regeln auf und manipulieren mithilfe von politischem Druck ihre Kunden aus den Entwicklungsländern“, sagte der Vize-Premier im Gespräch mit der Agentur RIA Nowosti.

    „Wenn die Entwicklungsländer über ein Flugzeug souverän verfügen wollen, dessen Bordelektronik via Satellit von den westlichen Herstellern nicht aus politischen Gründen abgeschaltet werden kann, sollten sie auf die technisch überragenden und für die Fluggesellschaften interessanteren Maschinen umsteigen“, betonte Ragosin. „Darum bin ich der Meinung, dass MS-21 zweifellos die Zukunft ist“, resümierte er.

    Die MS-21 ist ein Mittelstreckenjet für 150 bis 230 Passagiere, bei dessen Bau die neusten Entwicklungen im Bereich der Flug- und Triebwerktechnik angewendet wurden, darunter die Kompositflügel aus Verbundwerkstoffen, welche für ein Passagierflugzeug dieser Klasse zum ersten Mal eingesetzt wurden.

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