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03:22 18 Oktober 2019
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    F 35 (Archivbild)

    F-35 sucht Optionen gegen russische Flugabwehrsysteme

    CC0 / U.S. Air Force photo by Master Sgt. Donald R. Allen
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    Die US-Luftwaffe ist besorgt über die Effizienz der Flugabwehrsysteme, die in Russland und China gebaut werden. Vor diesem Hintergrund soll der F-35-Jäger mit Hilfe von Simulationen seine Kapazitäten unter Beweis stellen. Die russische Onlinezeitung gazeta.ru beschäftigt sich mit dem Thema.

    „Die Zahl verschiedener US-Medienberichte, in denen die F-35 russischen und chinesischen Jagdflugzeugen sowie Luftabwehrsystemen immer wieder entgegengesetzt wird, erhöht sich nicht bloß von Jahr zu Jahr, sondern von Monat zu Monat“, sagte der Vizechef der russischen Denkfabrik CAST, Konstantin Makijenko, gegenüber gazeta.ru.

    Dies sei ein Beleg dafür, dass die Amerikaner nicht ganz von der Fähigkeit der F-35 überzeugt seien, als Wunderwaffe zu dienen und jeden Gegner zu bekämpfen, obwohl die Maschine hohe taktisch-technische Parameter aufweise, so Makijenko.

    Der „Scout Warrior“ hatte soeben berichtet, die US-Luftwaffe sei derzeit dabei, die Möglichkeiten der F-35 gegen russische und chinesische Flugabwehrsysteme zu testen, um sich auf eventuelle Bedrohungen gefasst zu machen, die gegen Mitte der 2020er Jahre und später entstehen könnten. Bei diesen Tests gehe es sowohl um Einsätze auf Truppenübungsplätzen als auch auf um Computersimulationen.

    Der „Scout Warrior“ weist darauf hin, dass Russlands und Chinas Flugabwehr in den letzten Jahren deutlich effizienter geworden sei. Etwa das russische S-400-System zähle zu den weltbesten in seiner Klasse. Das noch modernere System S-500 sei in der Lage, Tarnkappen-Ziele in 200 Kilometer Entfernung abzuschießen.

    Im Hinblick auf jenen „Scout“-Bericht schreibt gazeta.ru, die US-Luftwaffe sei außerdem darüber besorgt, dass weitere angenommene Gegner russische oder chinesische Luftabwehrsysteme kaufen.

    „Die F-35-Entwickler betonen: Obwohl in absehbarer Zukunft kein konkreter Konflikt gegen konkrete Länder erwartet wird, müsste sich die Air Force auf beliebige unvorhergesehene Umstände gefasst machen“, schreibt die russische Onlinezeitung.

    Nach Angaben des „Scout Warrior“ sind insbesondere Simulationen geplant, damit F-22-Kampfjets vom Luftwaffenstützpunkt Langley in Virginia mit F-35-Maschinen für Kampfszenarien trainieren könnten, und zwar am Stützpunkt Nellis in Nevada.

    Generell sollen die elektronischen Kapazitäten der F-35 verwendet werden, um Luftabwehrsysteme eines angenommenen Gegners zu identifizieren und seinen Boden-Luft-Raketen auszuweichen. Das aktive Phased-Array-Radar soll dabei helfen – ebenso wie die Ausrüstung für die elektronische Kampfführung. Wie es hieß, ist auch eine Modernisierung der Softwares an Bord der F-35 geplant. Diese soll bei Bedarf auch seine Geschwindigkeit und Wendigkeit nutzen, um einen Abschuss zu vermeiden.

    Insgesamt will die US-Luftwaffe 1.763 Kampfjets des Typs F-35A kaufen. Damit soll diese Maschine künftig den Löwenanteil der amerikanischen Jäger-Flotte ausmachen. Derzeit stehen 83 einsatzbereite F-35-Kampfjets den US-Streitkräften zur Verfügung.

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    Tags:
    S-400, F-35, US-Luftstreitkräfte, Konstantin Makijenko, China, Russland, USA