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23:14 22 Oktober 2019
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    Russischer Panzer T-90 bei einer Rüstungsmesse (Archivbild)

    Er schießt Flieger ab und „fliegt“ sogar selbst: T-90-Panzer und seine Tricks

    © Sputnik / Dmitrij Korobejnikow
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    Dass der Irak den russischen Panzer T-90 kaufen will, ist erklärlich: Dieser hat sich in Syrien bewährt und verfügt über viele spektakuläre Trümpfe. Einige davon listet der TV-Sender Swesda auf.

    „Nicht jeder Panzer ist fähig, einen direkten Treffer mit einer modernen US-Panzerabwehrrakete BGM-71 TOW zu verkraften. Ein im Jahr 1992 gebauter T-90 schafft das – und bleibt danach, wie es sich herausstellt, in der Lage, weiter zu kämpfen“, lobt der Sender in seiner Onlineausgabe mit Blick auf den russischen Syrien-Einsatz und entsprechende Videos.

    Wie der Sender betont, ist der T-90 nicht nur für die russische Armee massiv gebaut, sondern auch erfolgreich exportiert: Alleine dem indischen Heer stehen mehrere Hunderte davon zur Verfügung. Zu den Käufern zählen auch Aserbaidschan und Algerien, Gespräche werden mit Vietnam und Kuwait geführt.

    Der Panzer kann, so der Bericht weiter, mit einer Geschwindigkeit von 70 km/h fahren. Dabei ist er in der Lage, eine fünf Meter tiefe Wasserhürde, einen drei Meter breiten Graben oder eine ein Meter hohe Mauer zu überwinden.

    „Bei zahlreichen Rüstungsmessen wurde auch eine Art Flug demonstriert. Ein schnell fahrender Panzer passiert dabei eine spezielle Schanze – und hebt buchstäblich ab. Dank dieser Sprungkraft gilt der T-90 eben als ‚fliegend‘. Der Trick ist zwar eine Werbe-Attraktion, aber trotzdem sehr spektakulär. Dazu noch veranschaulichen sie, wie herrlich die Federung des Kampffahrzeugs funktioniert“, so der Kommentar.

    Wie der Sender weiter berichtet, hat der T-90 ein automatisiertes Feuerleitsystem. Ziele werden dabei in einer Entfernung von bis zu 1.500 Metern identifiziert. Dank eines Wärmesichtgeräts sieht der Panzer alles auch bei Nacht – nicht nur gepanzerte Ziele, sondern auch Menschen aus 3.000 Meter Distanz. Eine 125-mm-Kanone des Typs 2A46M hat einen Ladeautomat und eine Stabilisierungs-Vorrichtung, um das Ziel selbst während der Fahrt sicher zu erfassen.

    „Doch der größte Pfiff bei den T-90-Waffen ist wohl die Möglichkeit, nicht nur boden-, sondern auch luftgestützte Ziele unter Beschuss zu nehmen. Um diese Aufgabe zu lösen, die selbst für spezialisierte Flugabwehrsysteme nicht einfach ist, kommt die Lenkwaffe Reflex zum Einsatz: Eine Rakete wird durch das Kanonenrohr abgefeuert und im Flug mittels eines Laserstrahls gelenkt – in einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern“, so der Bericht.

    Dass der Irak den T-90 kaufen will, hatte kürzlich der Kreml bestätigt. Wladimir Kozhin, Assistent des russischen Präsidenten im Bereich der militärtechnischen Kooperation, sagte der Tageszeitung „Iswestija“, es handle sich um eine „große Zahl“ von Panzern, die geliefert werden sollen. Konkretere Details zum Liefervertrag wollte er nicht verraten.

    Der russische Militärexperte Ruslan Puchow sagte damals dem Blatt: „Dieser Vertrag ist ein ernsthafter außenpolitischer Erfolg Russlands. Im Irak hatten ja die Amerikaner gekämpft, doch die irakischen Militärs entschieden sich letztendlich für einen russischen Panzer.“

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    Tags:
    Lieferungen, Vertrag, Deal, Waffenhandel, Kampfpanzer T-90, TV-Sender Swesda, Irak, Russland