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18:22 20 Oktober 2019
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    Tu-160 (Archivbild)

    Solange neuer Bomber entsteht: „Schwäne“ und „Bären“ werden stärker

    © Sputnik / Ewgenij Odinokow
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    Solange der geplante Langstreckenbomber PAK DA noch nicht da ist, modernisiert Russland seine bestehenden Maschinen. Die Tu-160 (bekannt auch als "Weißer Schwan") soll in einer neuen Version gebaut werden, die T-95MS mit ihrem westlichen Namen "Bär" bekommt bessere Triebwerke und Ausrüstungen. Auch die Waffen werden stärker.

    Wie der TV-Sender "Swesda" auf seinem Onlineportal berichtet, sollen bereits ab August neugebaute Triebwerke des Typs NK-32 getestet werden. Fünf davon werden voraussichtlich vor Jahresende ausgeliefert. Ihre Produktion wurde in Russland wiederaufgenommen, um die modernisierte Version der Tu-160 (nämlich die Tu-160M2) damit auszurüsten. Diese Maschine soll 2021 in Dienst gestellt werden. 

    „Die Tu-160M2 soll laut Entwicklern und Experten eine Maschine für die Übergangsphase werden. Das wäre also die letzte und modernste Version vor dem Auftakt der Serienproduktion des künftigen Langstreckenbombers PAK DA“, erläutert der Sender.

    B-1B Lancer der U.S. Air Force
    © Foto : U.S. Air Force/Senior Airman Benjamin Stratton
    Nach seinen Angaben soll sich die Tu-160M2 von der aktuellen Tu-160-Version äußerlich kaum unterscheiden. Die inneren Ausrüstungen sollen jedoch komplett neu sein. Geplant ist etwa eine neue Anlage für die elektronische Kampfführung des Herstellers KRET, aber auch ein grundsätzlich neues Trägheitsnavigationssystem.

    Ein Experte der Rüstungsbranche sagte dem Sender: „Ein solches System wird weiter funktionieren, selbst wenn das Flugzeug gegnerischen Mitteln der elektronischen Kampfführung ausgesetzt ist.“

    Tu-160
    © Sputnik / Jurij Strelets
    Tu-160

    Auch die erneuerte Tu-95MSM entspricht dem Bericht zufolge allen Anforderungen, die jetzt an die Langstreckenbomber gestellt werden. Die Maschine hat nicht nur modernisierte Triebwerke erhalten, sondern auch neue elektronische Bordausrüstungen sowie neue Kommunikations-, Navigations- und Feuerleitsysteme.

    Besonders sorgfältig wurde, so der Bericht weiter, an den Präzisionswaffen gearbeitet. Neben dem in Syrien bewährten Marschflugkörper Kh-101 mit einer Reichweite von bis zu 3500 Kilometern sollen die Langstreckenbomber nun auch den neuen Marschflugkörper Kh-BD bekommen. Dieser soll in der Lage sein, Ziele in einer deutlich größeren Entfernung zu treffen, wie der Chef des Staatlichen Forschungsinstituts für Flugsysteme, Jewgeni Fedossow, mitteilte.

    T-95MS
    © Sputnik / Alexander Poljakow
    T-95MS

    Wie der Sender kommentiert, sollen die Serienproduktion der Tu-160M2 und die Betriebsverlängerung der Tu-95MS „die nationale Sicherheit Russlands und eine ständige Einsatzbereitschaft der nuklearen Abschreckungskräfte gewährleisten, bis die Serienproduktion der PAK DA beginnt, deren Parameter laut Experten viel höher sein sollen im Vergleich zu den gegenwärtigen Langstreckenbombern“.

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    Tags:
    Modernisierung, Langstreckenbomber, Tu-160, Luftstreitkräfte Russlands, Russland