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    Das dieselelektrische Jagd-U-Boot „St. Petersburg“ (Archivbild)

    Russlands neues U-Boot weist „ausgezeichnete Jäger-Qualitäten“ auf

    © Sputnik / Aleksej Danitschew
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    Das dieselelektrische Jagd-U-Boot „St. Petersburg“ – Typschiff des Projekts 677 Lada – hat alle Haupttests erfolgreich bestanden. Es hat ein neuartiges Sonar, ist sehr leise und mit Marschflugkörpern bestückt. Damit bekommt die russische Kriegsflotte einen effizienten „Untersee-Jäger“, wie der TV-Sender Swesda berichtet.

    Wie der Sender betont, kombiniert das neue Jagd-U-Boot viele modernste Technologien und fortgeschrittene konstruktive Lösungen. Zuständig für die Entwicklung ist das Konstruktionsbüro Rubin.

    Der Sender kommentiert:

    „Während der Tests – zunächst in der Ostsee und dann (seit Mitte 2013) in Zuständigkeitsgebieten der Nordflotte – hat die ‚St. Petersburg‘ ausgezeichnete Jäger-Qualitäten demonstriert. In Duell-Situationen mit Überwasserschiffen und U-Booten anderer Projekte konnte sie als Erste den ‚Gegner‘ entdecken. Dies ermöglichte der ‚St. Petersburg‘, eine günstige Stellung für einen Angriff einzunehmen und den nichts ahnenden ‚Feind‘ anzuvisieren.“

    Der zuständige Konstrukteur Igor Moltschanow sagte dem Sender:

    „Ich bestätige, dass alle Haupttests des Typschiffs zu Ende sind. Übrig bleibt nur ein geringes Volumen von Prüfungen im Zusammenhang mit dem neuen hydroakustischen System.“

    Moltschanow lobte, diese neue Sonaranlage sei wirklich beispiellos: „Sie ist funktionstüchtig und hat alle geplanten Parameter nachgewiesen. Die Hydrologie ist aber eine komplizierte und veränderliche Sache, deshalb wird ein großes Arbeitspensum absolviert in Bezug auf verschiedene hydrologische Verhältnisse, die im Weltmeer vorkommen können. Ich möchte unterstreichen: Es geht nicht darum, die Funktionstüchtigkeit der hydroakustischen Anlage zu bestätigen (daran besteht ohnehin kein Zweifel mehr), sondern darum, gewisse statistische Daten zu sammeln, die ermöglichen sollen, die Anlage unter verschiedensten Bedingungen mit der geplanten Effizienz einzusetzen.“

    Neben dieser Sonaranlage mit ihrem Codenamen Lira hat das neue U-Boot dem Bericht zufolge einen weiteren Trumpf, der ihm Charakterzüge eines „Jägers“ verleiht, und zwar einen ungewöhnlich leisen elektrischen Propellermotor.

    Ins Visier könnten allerdings nicht nur gegnerische U-Boote rücken. Die 533-mm-Torpedorohre sind nach Angaben des Senders auch in der Lage, Marschflugkörper des Typs Kalibr-PL abzufeuern. Ihre ersten Raketenstarts hatte die „St. Petersburg“ noch im Herbst des vergangenen Jahres absolviert.

    Das zweite Jagd-U-Boot dieses Projekts wird derzeit gebaut und soll Anfang des kommenden Jahres vom Stapel laufen. Die russische Kriegsmarine soll vier U-Boote in der ursprünglichen Ausfertigung erhalten. Fünf weitere werden voraussichtlich mit außenluftunabhängigen Antriebsanlagen ausgestattet. Damit soll der Aufenthalt unter Wasser deutlich verlängert werden.

    Generell stellt der Sender fest: „Obwohl die Tests des Typschiffs viel Zeit in Anspruch nahmen (seit 2005), zeugt ihr Abschluss davon, dass unsere Kriegsflotte einen starken ‚Untersee-Jäger‘ bekommen hat, der zu einer Serienproduktion völlig bereit ist.“

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    Bestätigung, Tests, Effektivität, U-Boot, Kalibr-Rakete, Russland